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Magdeburg, 23. November 2004
Eike-von-Repgow-Preis geht 2004 erstmals nach Osteuropa
Preisvergabe in der Magdeburger Johanniskirche

Magdeburg. Der von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gemeinsam gestiftete Forschungspreis ging in diesem Jahr erstmals an eine Wissenschaftlerin aus Osteuropa.

Frau Prof. Dr. Danuta Janicka ist Inhaberin des Lehrstuhls für die Geschichte des deutschen Rechts in Polen an der Fakultät für Rechtswissenschaften der Nikolaus-Kopernikus-Universität, Torun.

In seiner Begrüßung würdigte OB Trümper die diesjährige Preisträgerin für ihre ambitionierten Forschungen zur deutschen Rechtsgeschichte, insbesondere zum Kulmer Recht, als besondere lokale Ausprägung des Magdeburger Rechts.
"Der ‚Magdeburger Schöppenstuhl‘ und die ‘Gerichtsstube von Thorn‘ bilden bis heute eine ganz bedeutende rechtsgeschichtliche aber auch kulturhistorische Brücke zwischen Magdeburg und vielen polnischen Städten." so Dr. Trümper. "Wir werden in Zukunft innerhalb des mitteldeutschen Projektes ‚Das sächsisch-magdeburgische Recht als kulturelles Bindeglied zwischen den Rechtsordnungen Mittel- und Osteuropas‘ sehr eng zusammenarbeiten und von Ihren herausragenden Forschungen profitieren."

Frau Prof. Dr. Danuta Janicka hat mit ihrer Lehr- und Publikationstätigkeit am Institut für Geschichte des deutschen Rechts sowohl an der Nikolaus-Kopernikus-Universität Torun als auch auf zahlreichen wissenschaftlichen Konferenzen in Deutschland Herausragendes bei der Erforschung der Beziehungen zwischen der deutschen und polnischen Rechtskultur geleistet.
Der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Kurator und Mitstifter des Forschungspreises Prof. Pollmann gibt seiner Freude darüber Ausdruck, dass in diesem Jahr eine hervorragende Sachkennerin des Magdeburger Rechts aus Osteuropa mit dem Eike-von-Repgow-Preis ausgezeichnet wird. "Dadurch wird zugleich eine langjährige Zusammenarbeit mit führenden deutschen Rechtshistorikern gewürdigt."

Die Laudatio hielt der international renommierte Gelehrte und Rechtshistoriker Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Stolleis vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main, wo die Preisträgerin 1991, 1992 und 1994 als Stipendiatin forschte.
In ihrem Festvortrag referierte Prof. Janicka zu den "Polnische Forschungen zum Magdeburger Recht (1945-2004)".
Zu den wissenschaftlichen Forschungsarbeiten der Preisträgerin gehören darüber hinaus die Geschichte des Kulmer Rechts, die Geschichte des Rechts- und Verwaltungswesens in Königlich Preußen vom 15. bis zum 18. Jahrhundert sowie die Rechtsgeschichte Preußens und der preußischen Territorien.

Gäste der Preisverleihung in Magdeburg waren der Kulturattaché der Botschaft der Republik Polen in Deutschland, Botschaftsrat Dr. Jan Rydel sowie vier der bisherigen Preisträger.



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Stadt Magdeburg
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