Bocholt, 23. November 2004
Wanderungsgewinne kompensieren Sterbefallüberschuss
Zwei Sterbefälle mehr als Geburten
Bocholt (pd).
Zum zweiten Mal können in der Stadt Bocholt nur Wanderungsgewinne den Sterbefallüberschuss, den das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik für das erste Halbjahr 2004 vermeldet, kompensieren.
327 Geborenen stehen 329 Gestorbene gegenüber. Bei den Zugezogenen konnten 1.256 Personen gezählt werden. 1.105 Personen zogen aus Bocholt fort. Bocholt hat damit zum Stichtag 30. Juni 2004 149 Bürgerinnen und Bürger mehr auf dem Konto, insgesamt sind es jetzt 73.671 Personen, die in Bocholt ihren Hauptwohnsitz haben.
"Damit gehen die Voraussagen der Bevölkerungsprognose in Erfüllung, wenn auch zeitlich etwas nach hinten versetzt", sagt Klaus Kaiser, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. "Wir schließen uns damit dem Trend der Großstädte, in denen die Entwicklung schon länger zu beobachten ist, an."
Die Zahl der Geburten ist nach dem Höchststand im Jahre 1991, als in Bocholt 961 Jungen und Mädchen geboren wurden, ständig weiter zurückgegangen. Konnten in den Jahren '92 und '93 noch Werte über 900 erreicht werden, so wurden in den letzten fünf Jahren immer weniger Kinder geboren. Pendelten sich die Zahlen in den Jahren '00, '01 und '02 auf einen Wert knapp über 700 ein, so ist für das Jahr 2003 mit einer Geburtenzahl von 669 ein historischer Niedrigwert erreicht worden.
"Rechnet man die Zahl der Geburten im ersten Halbjahr auf das ganze Jahr hoch, so werden wir für das Jahr 2004 erneut einen neuen Niedrigwert erhalten", schaut Kaiser voraus. "Diese Werte werden nicht nur Auswirkungen auf Kindergärten und Schulen haben. Auch die Sportvereine und andere Einrichtungen sowie z.B. der Einzelhandel werden diesen Trend zu spüren bekommen."
Text: Fachbereich Wirtschaftsförderung, Bruno Wansing
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Klaus Kaiser, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung, 02871/953-323