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„Leben mit einem traumatisierten Kind“
Seminar für Pflege- und Adoptiveltern
Borken - 24. November 2004. „Leben mit einem traumatisierten Kind – Wer braucht was? – Was hilft wie?“ zu diesem Thema trafen sich zehn Familien mit Pflege- und Adoptivkindern am vergangenen Wochenende in der Stiftung Kloster Frenswegen bei Nordhorn.
In der gemeinsamen Veranstaltung der Jugendämter der Städte Borken und Ahaus ging es um traumatische Erlebnisse, insbesondere von Adoptiv- und Pflegekindern. Der Seminarleiter Ulrich Jungbluth, Heilpratiker und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut spricht von „Traumata“, als „traumatische Erlebnisse, in denen ein Mensch von einem Ereignis überrascht worden ist, welches durch das plötzliche Auftreten und die Heftigkeit die Betroffenen in einen ungeschützten Angst-Schreck-Schock- Zustand versetzen“. Die Betroffenen würden damit in einen sogenannten „überflutenden Stresszustand“ geraten. Kinder oder auch Säuglinge hätten manchmal ein solches Trauma in der Herkunftsfamilie erlitten. Gerade bei diesen Kindern sei die begleitende Hilfe in der Pflege- bzw. Adoptionsfamilie von besonderer Bedeutung. Manchmal sei es aber auch wichtig, außerfamiliäre Hilfe, zum Beispiel in Form einer professionellen Therapie, in Anspruch zu nehmen. So wurde unter anderem thematisiert, an welchen Dingen oder auch an welchen Auffälligkeiten der Kinder die betroffenen Eltern die „Hilferufe“ ausmachen könnten, berichtet der zuständige Dipl.-Sozialarbeiter Uwe Zachej vom Borkener Jugendamt.
Während des Seminars standen den Kindern eigene Betreuer zur Verfügung, die für ein ansprechendes Programm sorgten. „Die Eltern hatten dadurch die Möglichkeit, sich intensiv auszutauschen und auch eigene Problemstellungen mit dem Referenten zu diskutieren.“ so Zachej vom Jugendamt.
Ein weiteres Seminar ist im nächsten Jahr geplant. Informationen gibt Uwe Zachej vom Fachbereich Jugend- und Familie unter. 02861/939-283.
Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de
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