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Magdeburg, 25. November 2004
Magdeburger Recht in der Ukraine und in Weißrußland
Vorträge im Neuen Rathaus

Magdeburg.

Die Forschungsstelle "Magdeburger Recht" und das Stadtarchiv Magdeburg laden gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Europäische, Deutsche und Sächsische Rechtsgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu zwei öffentlichen Vorträgen über das Magdeburger Recht in Osteuropa ein. Die Referenten - Wissenschaftler aus Osteuropa - berichten am 15. Dezember um 18.00 Uhr im Konferenzraum III des Neuen Rathauses über die Rechtssprechung und die Rezeption des Magdeburger Rechts in ihren Herkunftsländern.

Die Erforschung des berühmten Magdeburger Stadtrechts in Ostmitteleuropa lässt sich nur erfolgreich in enger Kooperation mit ausländischen Wissenschaftlern realisieren. Zwei von ihnen konnten für je einen Vortrag über die Rolle des Magdeburger Rechts in ihren Ländern gewonnen werden. Dr. Mikola Kobyletsky (Lviv/Ukraine), der sich z. Z. am Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt a. M. aufhält, wird über das "Magdeburger Recht in der Ukraine" sprechen.

Dr. Olga Keller (Minsk/Weißrußland), die gegenwärtig an der Juristischen Fakultät Halle forscht, hat einen Vortrag zum "Magdeburger Recht in Weißrußland" angekündigt. In sehr vielen Städten und Dörfern ihrer Heimatländer galt das Magdeburger Stadtrecht. Zu den wichtigsten Bewidmungen in dessen Verbreitungsgeschichte überhaupt gehören jene für Lemberg (Lviv) 1356 und für Minsk 1496.

Beide Wissenschaftler weilen auf Veranlassung des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Europäische, Deutsche und Sächsische Rechtsgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Deutschland. Zu ihnen unterhält die Forschungsstelle "Magdeburger Recht" in der Landeshauptstadt Magdeburg enge Kooperationsbeziehungen. Für interessierte Bürger des modernen Magdeburg wird es gewiss ein besonderes Erlebnis sein, aus berufenem Munde das Neueste über die großartigen Wirkungen ihres ehemaligen Stadtrechts in jenen Gebieten zu erfahren, die heute zur Ukraine bzw. zu Weißrußland gehören. Die Gäste werden selbstverständlich in Deutsch vortragen. Es moderiert Prof. Dr. Heiner Lück (Eike-von-Repgow-Preisträger 2002). Das Magdeburger Recht verbindet eben ... auch heute noch.



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