|
Volkshochschule auf den Spuren der Leipziger Montagsdemonstrationen
Iserlohn.
Die friedliche Herbstrevolution des Jahres 1989 in der damaligen DDR hat derzeit Konjunktur. Dieses besondere fünfzehnjährige Jubiläum führte auch eine Gruppe von 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Iserlohn und Umgebung für 5 Tage vom 30. November bis 4. Dezember zu einer Studienreise nach Leipzig. Hier stand ein umfangreiches Besichtigungsprogramm einschließlich der Deutschen Bücherei, der früheren Stasi-Zentrale „Rundes Eck“ und des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Programm. Zum Höhepunkt der Reise wurde ein Gespräch mit Christian Führer, Pfarrer der Nikoleikirche. Hier kamen seit 1983 die Menschen zu montäglichen Friedensgebeten zusammen. Seit Mai 1989 mündeten sie in Demonstrationen, deren Stärke von Montag zu Montag wuchs. Für Pfarrer Führer ist der 9. Oktober 1989 das Datum der alles entscheidenden Montagsdemonstration, als kein Mensch wusste, ob geschossen wird. Die Nikoleikirche wurde an diesem Tag zum Ausgangspunkt der gewaltlosen Demonstrationen von über 70 000 Menschen und damit zum Kernpunkt der friedlichen Revolution überhaupt, für den Mauerfall und die deutsche Einheit. Gegen die Angst habe ihm sein Glaube an Gott Kraft gegeben. Für Pfarrer Führer bleibt es ein Wunder biblischen Ausmaßes, dass es zu keinem Blutvergießen kam. “Wann jemals in der deutschen Geschichte ist eine friedliche Revolution gelungen?”
|