Bocholt, 23. Dezember 2004
Weihnachtspost für ehemalige jüdische Mitbürger
Bürgermeister Peter Nebelo sendet Grüße aus Bocholt in die ganze Welt
Bocholt (pd).
26 Briefe an ehemalige jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie ihren Angehörigen sandte Bürgermeister Peter Nebelo zum kommenden Jahreswechsel in die ganze Welt. 20 Briefe gingen in die USA, vier erreichten Argentinien, ein Brief wurde nach Israel und ein Schreiben nach Paraguay gesandt.
Die vom heutigen Ehrenoberbürgermeister und Ehrenbürger Günther Hochgartz zu Beginn der 80er Jahre ins Leben gerufene Aktion wird auch vom heutigen Bürgermeister weiter fortgesetzt. In jedem Jahr sinkt jedoch die Zahl der noch postalisch erreichbaren ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die noch Post aus ihrer alten Heimatstadt erhalten.
In den Briefen berichtet der Bürgermeister über aktuelle Neuigkeiten aus dem Leben in Bocholt, so z.B. die Kommunalwahl im September bzw. die Bürgermeisterstichwahl im Oktober dieses Jahres, genauso wie über die verschiedenen Preise und Auszeichnungen die die Stadt im fast abgelaufenen Jahr erhalten hat. Hierzu zählen die Auszeichnung des ADFC (Allgemeiner Duetscher Fahrrad-Club) als fahrradfreundlichste Stadt und der Preis für das beste "Virtuelle Rathaus Münsterland 2004" sowie die Auszeichnung durch den Städtebauminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Michael Vesper, im Rahmen des Landeswettbewerbs "Vorbildliche Handelsarchitektur in Nordrhein-Westfalen".
"Diese Auszeichnungen zeigen", so Bürgermeister Nebelo in seinem Brief," dass sich die Menschen in unserer Stadt wohl fühlen und gerne hier leben." Deshalb findet auch jeder ehemalige jüdische Mitbürger bzw. Mitbürgerin in dem diesjährigen Anschreiben eine CD-ROM über das "Bildschöne Bocholt" bzw. den Jahresrückblick 2004. Zeitungsartikel, die sich u.a. mit der Ausstellung zum Schicksal jüdischer Kinder während der Nazi-Zeit und mit der Situation des jüdischen Friedhofs in Bocholt beschäftigen, sind ebenfalls den Briefen beigefügt. Außerdem ist dort über Schenkung eines Schweizer Pfarrers zu lesen, der seine "Werkstatt Judentum" der hiesigen Lernwerkstatt, die von Kindern und Jugendlichen der Stadt Bocholt besucht wird, vermacht hat.
Bürgermeister Peter Nebelo wünscht abschließend allen ehemaligen Mitbürgern bzw. ihren Angehörigen alles Gute, Gesundheit sowie Glück und Frieden für das Jahr 2005.