Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 10. Januar 2005

Notausgang durch Metallschranke versperrt

Ordnungsbehörde und Feuerwehr kontrollieren Rettungswege in Bocholter Diskos

Bocholt (pd).

Am Wochenende kontrollierte der Fachbereich Öffentliche Ordnung und ein Brandschutzexperte der Feuerwehr Bocholter die Rettungswege und Notausgänge in der hiesigen Diskotheken- und Kneipenszene. Da Ergebnis war durchwachsen, so die Kontrolleure.

Während die Fluchtwege in Großbetrieben an der Dingdener Straße und der Ravardistraße einwandfrei und vorbildlich eingerichtet sind, standen die städtischen Kontrolleure bei einem anderen Tanzlokal vor einer durch Metallschranke versperrten Ausgangstür. "Das würde im Ernstfall ein erhebliches Gefährdungspotenzial darstellen", so Rainer Heisterkamp von der Feuerwehr. "Diese Sperre muss sofort entfernt werden."

Hierüber hinaus war in einem Betrieb der Flur zum Notausgang durch Zigaretten- und Spielautomaten so zugestellt, dass der Fluchtweg nicht genutzt werden könnte. In einem weiteren Großbetrieb wurde die komplette Notausgangsbeleuchtung erst nach Eintreffen der Kontrolleure eingeschaltet. Gleichfalls aufgesuchte "Szene"-Kneipen im Bereich des Europaplatzes waren hingegen vorschriftsmäßig eingerichtet.

Die im Rahmen des Konzessionierungsverfahrens erteilten Auflagen sollen sicherstellen, dass die erforderlichen Fluchtwege vorhanden, leicht auffindbar und während der Betriebszeit jederzeit passierbar sind. Jüngste Schreckensmeldungen mit über 170 Toten bei einem Diskotheken-Brand in Buenos Aires am 31. Dezember 2004 oder 21 Opfer nach einer Massenpanik in einer Diskothek in Chicago am 17. Februar 2003 zeigten, wie wichtig eine strikte Beachtung der Vorschriften über Rettungswege und Notausgänge sei, so die Stadtverwaltung. "Gedankenlosigkeit beim Thema der Flucht- und Rettungswege kann im Ernstfall Leben kosten," sagt Johannes Kolks, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Ordnung. "Diese Kontrolle hat vereinzelte Missstände aufgedeckt, jedoch auch gezeigt, dass sich die Bocholter Disko- und Keipenszene insgesamt ihrer Verantwortung bewusst ist."

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, J. Kolks, Fachbereich Öffentliche Ordnung, 02871/953-352