Diese Woche im Jubiläumsjahr Magdeburg 12hundert
Magdeburg.
Am 12. Januar in der Johanniskirche
Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters
Es ist eine gute Tradition geworden, dass der Oberbürgermeister am 1. Januar jeden Jahres die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Magdeburg und die hier weilenden Gäste zum Neujahrsempfang lädt, um ihnen die besten Wünsche für das bevorstehende Jahr auszusprechen und mit ihnen über das Vollbrachte und das Kommende zu sprechen. Anlässlich des 1200jährigen Jubiläums unserer Stadt findet der Neujahrsempfang im Jahr 2005 am 12. Januar, ab 16 Uhr, statt, um mit ihm zugleich die großen und kleinen Aktionen und Feiern zu Ehren des Stadtgeburtstages zu eröffnen. Wie in jedem Jahr sind die Magdeburgerinnen und Magdeburger sowie ihre Gäste zu dieser Veranstaltung in die Johanniskirche herzlich eingeladen. (Eintritt frei)
Am 12. Januar im Opernhaus
Weltpremiere zur Eröffnung des Stadtjubiläum
Im Auftrag des Kuratoriums "1200 Jahre Magdeburg" e.V. hat Prof. Siegfried Matthus anlässlich des Festjahres die Komposition eines Oratoriums übernommen. Im Mittelpunkt dieses Vokalwerkes, das ab 20 Uhr seine Weltpremiere erleben wird, steht einer der wohl größten Söhne der Stadt: Otto von Guericke. Unter dem Titel "DE VACUO SPATIO" wird das Werk für Soli, Chor, Orchester und Sprecher nach Originaltexten Guerickes gestaltet. Die Uraufführung findet in Kooperation mit dem theater magdeburg und der Magdeburgischen Philharmonie als Eröffnungskonzert zum Stadtjubiläum Magdeburg 12hundert statt.
Ab 12. Januar im Landtag
"Schaufenster Archäologie - städtebaulicher Denkmalschutz"
Die Ausstellung, die im Landtag von Sachsen-Anhalt zu sehen sein wird, gliedert sich in drei Teile. Das Hauptthema bildet die aktuelle archäologische Forschung und ihre Methoden am Beispiel der Südlichen Altstadt und des Domplatzes von Magdeburg. Außerdem zeigt die Ausstellung den Zusammenhang zwischen Archäologie und Denkmalpflege bzw. Stadtsanierung sowie - im dritten Teil - die jüngsten archäologischen Erkenntnisse über das mittelalterliche Magdeburg. Im Laufe des Jahres wird die Ausstellung an weiteren Orten gezeigt. (Eintritt frei)
12. Januar im Literaturhaus
12 Streifzüge durch die Magdeburger Literatur und Literaturgeschichte
Christa Johannsen war eine der interessantesten Autorinnen der 60er und 70er Jahre in Magdeburg. Als Christin setzte sie sich intensiv mit der DDR-Wirklichkeit auseinander, reflektierte die eigene Familiengeschichte und schrieb historische Romane. Für ihren Roman über Leibniz erhielt sie den Lion-Feuchtwanger-Preis. Der erste Vortrag in der Reihe "12 Streifzüge durch die Magdeburger Literatur und Literaturgeschichte" ist dieser Frau gewidmet. Über "Christa Johannsen - wiedergelesen und vorgestellt" spricht Frau Dr. Gisela Zander, am 12. Januar, ab 17 Uhr, im Literaturhaus.
Ab 12. Januar in der Regierungsstraße 37 e
Magdeburg 12hundert Fotografien
Am Mittwoch, 12. Januar, wird in dem ehemaligen Intershop in der Regierungsstraße 37 e der 12-teilige Fotoausstellungszyklus "Magdeburg 12hundert Fotografien" eröffnet. Innerhalb des Stadtjubiläums Magdeburg 12hundert stellen in monatlich wechselnden Ausstellungen 12 Fotografen jeweils 100 Bilder aus. Den Auftakt macht am 12. Januar, um 18 Uhr, der in Haldensleben geborene Fotograf Frank-Heinrich Müller.
Am 13. Januar in der Hermann-Gieseler-Halle
Hallenfußball-Cup "Magdeburg 12hundert"
Im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten zum Magdeburger Stadtjubiläum gibt es am Donnerstag, 13. Januar 2005, ein erstes sportliches Highlight, den "Cup Magdeburg 12hundert". Traditionsreiche Teams wie der Lokalmatador 1. FCM, Eintracht Braunschweig, der SV Dessau 05, der MSV Börde, der BFC Dynamo, Kickers Offenbach, der MSV 90 Preußen, der 1 FC Lok Stendal, der VfL Wolfsburg (A) und die Reinickendorfer Füchse. Angepfiffen wird das Fußball-Turnier um 18 Uhr.
Ab 14. Januar im Allee-Center
Wanderausstellung "Magdeburg aus der Luft"
Aus ungewohnter Perspektive wird die städtebauliche und architektonische Entwicklung Magdeburgs nachvollziehbar und hochinteressant dargestellt. Als Wanderausstellung wird diese Dokumentation während des ganzen Jahres 2005 in der Stadt zu sehen sein. Zudem wird in Buchform und als großformatiger Kalender der hohe Entwicklungsstand Magdeburgs im Jubiläumsjahr damit festgehalten. Im Laufe des Jahres wird die Ausstellung an weiteren Orten gezeigt. Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar zu sehen. (Eintritt frei)
Am 16. Januar auf dem Westfriedhof
Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den 60. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs
Am 16. Januar 1945 wurde die Stadt Magdeburg durch einen verheerenden Angriff anglo-amerikanischer Bomber stark zerstört. Der größte Teil der Altstadt wurde in Schutt und Asche gelegt. Historische Gebäude, ganze Straßenzüge waren unwiederbringlich verloren. Viele Menschen verloren ihr Leben, unsagbares Leid wurde über die Magdeburger Bevölkerung gebracht. So ist dieser Tag immer wieder Anlass, über die Sinnlosigkeit jeglichen Krieges nachzudenken. Die Landeshauptstadt Magdeburg gedenkt der Opfer des Luftangriffs mit einer Kranzniederlegung am 16. Januar um 13 Uhr auf dem Westfriedhof. Um 21.28 Uhr - zu der Zeit, als vor 60 Jahren der Luftangriff begann - läuten nach dem Friedensgebet im Dom alle Kirchenglocken der Stadt.
Am 16. Januar im Dom
Gottesdienst zum Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs 1945
Traditionell erinnern der Evangelische Kirchenkreis Magdeburg und die Evangelische Domgemeinde an diesem Tag an die dritte Zerstörung Magdeburgs im Laufe seiner 1200jährigen Geschichte - die Zerstörung durch angloamerikanische Bomberverbände am Abend des 16. Januar 1945. Der Gedenkgottesdienst in Form eines Friedensgebetes vor dem Mahnmal des Krieges von Ernst Barlach, das kurz vor dem Zweiten Weltkrieg 1929 im Dom aufgestellt und später verfemt wurde, erinnert nicht nur an die Toten der Bombenangriffe und die unwiederbringlichen Verluste an Kultur und Denkmälern der Stadt Magdeburg, sondern auch an die deutsche Schuld, die in unseliger Weise auf das eigene Volk zurückgeschlagen ist. Der Gedenkgottesdienst beginnt um 20.30 Uhr. Die Predigt hält der gebürtige Magdeburger Prof. Dr. Konrad Raiser. Er war bis 2003 Generalsekretär des ökumenischen Weltrates der Kirchen.
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