Magdeburg gedenkt seiner Zerstörung am 16. Januar 1945
Magdeburg.
Mit Gedenkveranstaltungen, Gottesdiensten und Konzerten gedenkt Magdeburg am kommenden Sonntag seiner verheerenden Zerstörung vor 60 Jahren. "Jedes Volk hat eine moralische Pflicht, sich seiner Geschichte anzunehmen, gerade auch der dunklen Kapitel", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper anlässlich des Jahrestages der Zerstörung. "Das mag schmerzhaft sein, das kann persönliche Schuld einschließen, das muss zur Aufrichtigkeit im Umgang mit den kommenden Generationen führen. Erinnerung trägt eine große Kraft in sich. Deshalb ist die Erinnerung an die Magdeburger Schreckensnacht vor 60 Jahren ein wichtiger Tag im Jahr unseres Stadtjubiläums."
Um 11.00 Uhr wird bei einer offiziellen Gedenkveranstaltung im Gesellschaftshaus an die schwere Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945 erinnert. Die Gedenkrede hält Bischof i.R. Leo Nowack. Um 13.00 Uhr beginnt der Schweigemarsch zum Mahnmal für die Opfer des Luftangriffs auf dem Westfriedhof. Treffpunkt ist der Parkplatz am Krematorium. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hält am Mahnmal nach der Kranzniederlegung eine Gedenkrede, das Totengedenken spricht Dieter Steinecke, Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Sachsen-Anhalt. Nach einer Schweigeminute spricht Michael Rafalski vom Evangelischen Kirchenkreis ein Gebet.
Am Nachmittag empfängt Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper in der Gaststätte "Buttergasse" Trümmerfrauen, die beim Wiederaufbau Magdeburgs nach 1945 mitgeholfen haben. "Diesen Frauen, die heute zu den letzten lebenden Zeitzeugen gehören, gilt auch heute unser Dank, weil sie in entbehrungsreicher Zeit die Mühe auf sich genommen haben, ihre Heimatstadt wieder aufzubauen", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Wenn wir uns im Jahr unseres 1200jährigen Stadtjubiläums daran erinnern, dass Magdeburg zweimal in seiner Geschichte fast vollständig zerstört am Boden lag, dann müssen wir uns in Ehrfurcht verneigen vor denen, die in so schwerer Stunde die Kraft und den Optimismus für einen Neuanfang fanden."
Am Abend finden Gedenkkonzerte u.a. im Opernhaus am Universitätsplatz und im Gesellschaftshaus statt.
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