Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 19. Januar 2005

Bocholts Bürger sportbegeistert

75 Prozent treiben Sport / Sporthochschule Köln gibt Empfehlungen für Biemenhorst und Stenern ab

Bocholt (pd).

Sport ist Mord? Nicht für Bocholts Bürger. Sie sind sportbegeistert: 75 % der 73.500 Einwohner sind regelmäßig sportiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Sporthochschule Köln, die im Auftrag der Stadt Bocholt veranlasst und in Kernpunkten dem Sportausschuss am 18. Januar vorgetragen wurde.

Jeder Dritte ist einem Verein angeschlossen. Bocholt verfügt damit im Vergleich zu anderen Regionen über einen hohen Organisationsgrad im Sportsektor. Parallel dazu gibt es eine große Gruppe Individualsportler, für die Vereinszugehörigkeit keinesfalls zwingend ist.

 

Radfahren, Joggen, Fitness und Inlinesport stehen an der Spitze sportiver Aktivitäten. Gesundheit, Fitness und Spaß sind für Bocholts Bürger die Hauptmotivation, Sport zu treiben - weniger der Leistungsgedanke. Gesundheits- und Ausdauersport rangiert dabei vor klassischem Mannschaftssport. 75 % der Bürger beurteilen das Sportangebot in Bocholt als „vielseitig“. Lücken im Angebot sehen die Befragten beim Kinder- und Jugendsport sowie beim Schwimmsport.

 

Das „Sportentwicklungkonzept“ soll Verwaltung und Politik Hinweise und Handlungsempfehlungen geben, um das Sportangebot in Bocholt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, gesellschaftlicher Trends und öffentlicher Finanzspielräume attraktiv und kostenbewusst zu gestalten.

Ziel im Rahmen einer Fortentwicklung des Konzepts soll u.a. die Erstellung eines Kriterienkatalogs für eine bedarfsgerechte Sportstättenplanung sein.

An Fußballplätzen diagnostizierten die Experten der Sporthochschule insgesamt ein Überangebot.

Zur Zeit liegen der Stadt Bocholt zwei Anträge für Platzerweiterungen vor. Die Experten gaben dazu unterschiedliche Empfehlungen an den Ausschuss ab. Beschlüsse wurden nicht gefällt.

Im bevölkerungsreichsten Stadtteil Biemenhorst gibt es demnach eine Unterversorgung an Sportplätzen. Die Sporthochschule Köln schlägt mangels Ausweichmöglichkeiten einen Platzneubau vor.

Anders beim Stadtteil Stenern. Wegen der räumlichen Nähe zum Bocholter „Hünting“ und den dort vorhandenen Überkapazitäten schlagen die Experten eine gemeinsame Nutzung der Plätze vor. Am „Hünting“ sind der 1. FC Bocholt und  der FC Olympia Bocholt angesiedelt.