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Magdeburg, 17. Februar 2005
Sensationeller Zuchterfolg: Nachwuchs bei den
Großen Ameisenbären im Zoo Magdeburg

Der Große Ameisenbär ist ein wahrlich merkwürdiges Tier. Im Verhältnis zur Körpergröße besitzt es die längste Zunge im Tierreich, eine Schnauze länger als beim Rüsselschwein, dazu ein feister reich behaarter Leib auf starken Beinen und einem Schwanzwedel, der den ganzen Körper abdecken kann. Nein, eine klassische Schönheit ist der Myrmecophaga tridactyla, so der lateinische Name, nicht. Und doch ist der Große Ameisebär von Aufsehen erregender Gestalt - skurril zum Schmunzeln und überraschend zugleich. Im Zoologischen Garten Magdeburg ist nunmehr die seltene Nachzucht gelungen. Der jüngste Sprössling im Zoo begann am 9. Februar die Welt zu entdecken. Jährlich werden weltweit nur 25 bis 30 Tiere, europaweit sogar nur drei bis sechs Tiere geboren. "Wir freuen uns sehr über die unkomplizierte Geburt und Versorgung des Erstnachwuchses vom Muttertier. Beide Tiere sind wohl auf und unser Zoo-Team blickt mit Stolz auf den neuen Nachwuchs. Nach einigen Tagen "Mutterschutz" können unsere Besucher unsere junge Ameisenbärenfamilie bestaunen, " berichtet Frank Ahrens, Chef-Zoologe im Magdeburger Zoo. Mutter "Estrella" kümmert sich fürsorglich um den noch tollpatschigen Rüssler. Sie trägt den kleinen Zoobewohner rittlings auf Ihrem Rücken umher oder wärmt und umwickelt ihren Nachwuchs zum Schlafen mit ihrem buschig behaarten Schwanz. Bis zur elften Woche nimmt das Jungtier Muttermilch auf. Danach beginnen Mutter "Estrella" und Vater "Kaspar" mit vor verdautem Brei zu zufüttern. Ab dem sechsten Monat kann das Ameisenbärenkind selbstständig Nahrung aufnehmen. Bereits beim Jungtier ist die charakteristische enorm lange, schmale Gesichtspartie des Kopfes ausgeprägt. Große Ameisenbären nutzen ihre bis 60 Zentimeter lange, wurmförmige Zunge zur Aufnahme ihrer Lieblingsspeisen: Ameisen und Termiten. In Zoos nehmen sie auch gerne mit einem gehaltvollen Ersatzfutterbrei vorlieb. Der Zoologische Garten Magdeburg beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Großen Ameisenbären. Der Bestand ist in den Herkunftsgebieten Costa-Rica und Nord-Argentinien weiterhin von der Ausrottung stark bedroht und daher dringend schützenswert.

Mit etwas Glück können die Zoobesucher den kleinen Großen Ameisenbären beobachten. Der Zoologische Garten Magdeburg bittet um Ideen für die Namensgebung des Ameisenbärenkindes bis zum 6.3.2005, die unter dem Stichwort "Ameisenbär" an den Zoologischen Garten Magdeburg, Am Vogelgesang 12, 39124 Magdeburg oder an ameisenbaer@zoo-magdeburg.de gesandt werden können.

Wir möchten Ihnen die Mutter und den kleinen Großen Ameisenbären gern vorstellen und laden ein zum Pressegespräch mit Fototermin am Freitag, 18. Februar, um 14.00 Uhr Für eine Voranmeldung sind wir Ihnen dankbar. Treffpunkt ist die Zooverwaltung, Haus 1. Bis Freitag braucht der kleine Große Ameisenbär noch etwas Zeit zum Akklimatisieren. Vor Freitag ist ein Fotografieren oder Filmen daher nicht möglich! Wir bitten um Verständnis.



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Stadt Magdeburg
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Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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