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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 17.02.2005
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Ausstellung "WALDSTADTGESCHICHTE" im Rathausfoyer Die Ausstellung “WALDSTADTGESCHICHTE”, die in dieser Woche im Rathausfoyer am Schillerplatz eröffnet wurde, entstand im Zusammenhang mit der mehrtägigen Veranstaltung "Bauen, Heizen und Leben mit Holz", die die Kooperationspartner Forstabteilung der Iserlohner Stadtbetriebe, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Institut für Kirche und Gesellschaft, Leo Schwering (Architekt), die städtische Abteilung Natur und Umwelt, Lokale Agenda und das Forstamt Lüdenscheid gemeinsam initiiert und im September 2004 durchgeführt haben. Unter Federführung von Ulrike Garbsch vom Agenda-Büro entstand die Dokumentation zur Geschichte der Nutzung von Holz und Wald in unserer Region. Zahlreiche Text- und Bildbeispiele aus den Beständen des Stadtarchivs, des Kreisarchivs und Beständen des Siegener Heimat- und Geschichtsvereins zeigen auf, welche grundlegende und vielfältige Bedeutung Holz als Baustoff, Rohstoff und Energieträger für die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung über viele Jahrhunderte hinweg besaß. Besonders eindrucksvoll sind die Dokumente, die Wilhelm Schulte (Iserlohn, Geschichte einer Stadt/1933) zum Wirken der "Markenerben" und auch zu den sozialen Auseinandersetzungen um die Waldnutzung zusammengetragen hat. (Erben der Mark, die gemeinschaftlich alle Nutzungsrechte am Wald hatten und die eine eigene "Holzgerichtsbarkeit" vollzogen). Lange basierte die wirtschaftliche Prosperität der Stadt auf der vielfältigen Nutzbarkeit von Wald und Holz, insbesondere der Holzkohle. Es gelang zunächst nicht, diese Ressource ausreichend vor Übernutzung zu schützen und damit weiterhin verfügbar zu halten. Um 1800 waren Mühlenberg, Fröndenberg, Erbenberg, Seiler, Nussberg und Brandkopf entwaldet und verwüstet. Es folgt das Jahrhundert der Wiederbewaldung ab 1834: Nach 40 Jahren der Auseinandersetzungen wurde auch in Iserlohn die Teilung der Oberen und Unteren Mark abgeschlossen. Hatten die Markenerben und ihre Nachfolger gemeinschftlich agiert, wurde der Wald nun Privatbesitz. Die Stadt Iserlohn erwarb eigene Anteile und wurde damit zum größten Waldbesitzer. Mit der Phase der intensiven Aufforstungen, die von der preußischen Forstverwaltung planvoll organisiert wurden, geht die Entdeckung des Waldes als Erholungsraum einher. Die Aufforstung und Pflege des Stadtwaldes als Erholungsraum verbindet sich in Iserlohn mit dem Namen Ernst Danz, der Mitinitiator, Vorsitzender und wichtigster Akteur des Städtischen Verschönerungsvereins war. In der Ausstellung zeigen aktuelle Bilder der Abteilung Stadtwerbung das heutige Ergebnis der Aufforstungen im Kontrast zu historischen Stadtbildern aus dem Bestand des Iserlohner Stadtmuseums. Sie kann noch bis zum 25. Februar während der Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. |
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