Magdeburg wird Zentrum der Virtuellen Realität in Deutschland
Weiteres Highlight der Magdeburger Bewerbung um Titel "Stadt der Wissenschaft 2006".
Magdeburg.
Nur zehn Tage nach der spektakulären Einweihung von Europas einzigem 7Tesla-Kernspintomographen kann die Landeshauptstadt Magdeburg mit einem weiteren Highlight für ihre Bewerbung um den Titel "Stadt der Wissenschaft 2006" auftrumpfen: Unter der Konsortialführung des Magdeburger Fraunhofer-Institutes für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) ist mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung- und Forschung das "Virtuelle Kompetenznetzwerk zur Virtuellen und Erweiterten Realität ViVERA" ins Leben gerufen worden. Magdeburg wird damit Zentrum der Forschung im Bereich Virtuelle Realität.
In dem Netzwerk ViVERA bündeln die bundesweit führenden Forscher im Bereich der Virtuellen Realität ihr Wissen und Know-how, um Ergebnisse ihrer Forschung in praktische Anwendungen umzusetzen und für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Damit erbringt die Landeshauptstadt Magdeburg erneut den Nachweis, dass Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft eng miteinander verknüpft sind. Ein Kriterium, das für die Wahl zur "Stadt der Wissenschaft 2006" ausschlaggebend ist.
Sprecher des ViVERA-Netzwerkes ist der Leiter des Fraunhofer IFF, Prof. Dr. Michael Schenk. In enger Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität macht er mit vielen anderen Forschern Magdeburg zum Zentrum der Virtuellen Realität. Dabei geht es darum, reale Prototypen in der Testphase durch virtuelle Modelle zu ersetzen und Deutschland in dieser Technologie weit voranzubringen. Denkbar sind solche virtuellen Modelle in der Automobilindustrie, im Maschinen-, Anlagen- und Schiffbau und in der Medizin.
Aus diesem Grund errichtet das Fraunhofer IFF bis zum nächsten Jahr ein "Virtual Development und Training Centre" (VDCT) am historischen Magdeburger Handelshafen. Damit fällt der Startschuss für die Umstrukturierung des Hafens zu einem modernen Wissenschaftshafen. Entstehen wird ein neuer Stadtteil mit High-Level-Instituten und Laboren, Gründerzentren und einem naturwissenschaftlichen Gymnasium eingebettet in ein lebendiges Stadtquartier mit Wohnungen, Parks und vielen Freizeitmöglichkeiten. Auf diese aufwendige Umstrukturierung ist Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper stolz, denn sie ist ein wichtiges Element in der Magdeburger Bewerbung zur "Stadt der Wissenschaft 2006".
Am 15. März entscheidet eine hochkarätig besetzte Jury in Bremen, ob Magdeburg den Titel "Stadt der Wissenschaft 2006" für sich beanspruchen darf. Die Landeshauptstadt kann dabei auf die Unterstützung von über 70 Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien, Sport und der Kirche zählen - eine breite Unterstützung, die im aktuellen Wettbewerb einmalig ist.
|