Bocholt, 22. Februar 2005
Raserei Unfallursache Nummer eins
Stadt stellt Verkehrsüberwachungsstatistik vor
Bocholt (pd).
Raserei ist auf Bocholts Straßen die Unfallursache Nummer eins. Das berichtete Johannes Kolks, Fachbereichsleiter für öffentliche Ordnung, im Ausschuss für Planung und Bau bei der Vorstellung der Verkehrsüberwachungsstatistik 2004.
Insgesamt wurden im Jahr 2004 vom städtischen Kontrollwagen 145.924 Fahrzeuge gemessen. 10.441 davon fuhren zu schnell (7,16 %, Jahr 2003: 7,64).
Insgesamt passierten durch Geschwindigkeitsverstöße 57 Unfälle. Das ist seit 9 Jahren der niedrigste Wert (z.B. Höchststand im Jahre 1996: 156).
Bei den registrierten Unfällen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden sechs Personen schwer- und 17 leicht verletzt. Tote gab es aufgrund von Raserei nicht.
Insgesamt wurden im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr Verwarngelder (9.286) verhängt. 301 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet (wie im Vorjahr).
Die Stadt verhängte 33 Fahrverbote. Vier erwischte Holländer dürfen ihren "Lappen" behalten. Wegen eines fehlenden Rechtshilfeabkommens mit den Niederlanden kann die Strafe nicht vollstreckt werden.
Kolks erinnerte ferner an die Aktion "Gib 10%", die gemeinsam mit der Polizei im Sommer 2004 gemacht wurde. Der Appell an die Autofahrer für mehr Aufmerksamkeit und Gelassenheit und weniger Geschwindigkeit habe zusammen mit einer entsprechenden Medienberichterstattung zu einer Sensibilisierung beigetragen.