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Ist der Nonsens noch zu toppen?
Die Verhunzung der deutschen Sprache durch Anglizismen
Borken - 28. Februar 2005. Wußten Sie, dass das Wort „händeln" nichts mit dem berühmten deutschen Komponisten Georg Friedrich Händel zu tun hat, sondern ein sinnentstellender Gebrauch des englischen Verbs „to handle" anstelle des deutschen Verbs „handhaben" ist?
Mit Sinn und Unsinn des Gebrauchs von Anglizismen befasst sich die Veranstaltung „Denglisch statt Deutsch? (Wir sprechen deutsch...) Ein Kurzseminar über die Globalisierung der Sprache" die die VHS Borken in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Remigianum am Montag, 7. März, anbietet.
Europas Sprachen und Kulturen stehen unter starkem Globalisierungsdruck. Er erzwingt die Anpassung des Globus an die US-amerikanische Weltsicht, Wirtschaftsmacht und Politik. Sprachwissenschaftler stellen fest, dass Deutsch durch Überfremdung mit Anglizismen als Kultur- und Wissenschaftssprache innerhalb weniger Jahre bedeutungslos geworden ist, dass selbst die Umgangssprache vor „Denglisch" kapituliert.
Unsere jobs sind key-account-manager, banker, headhunter, operator, troubleshooter, call-center-agent oder sogar chief-executive-officer, in unserer Freizeit sind wir cool und holen uns kicks oder thrills bei skaten, surfen, biken, raften, walken, climben, joggen oder gliden. Im TV bekommen wir globalen lifestyle bei talkshows, soaps, sitcoms, specials, news oder blockbuster präsentiert. Es gibt keinen Lebensbereich, der nicht betroffen ist.
Die Folge ist die Ausgrenzung weiter Teile der Bevölkerung und bedrohliche Entfremdung zwischen Kindern und Eltern. Die sprachliche Verarmung wird von Fachleuten als die eigentliche Ursache für das schlechte Abschneiden bei der PISA-Studie angesehen. In diesem Seminar wollen wir uns auf humorvolle Weise mit dem Phänomen des „Denglisch" befassen. Kleine Übungen sollen helfen, Anglizismen als Bereicherung oder Unfug zu bewerten.
Das Kurzseminar, zu dem alle Schüler, Studenten, Lehrer und sonstige Interessierte herzlich eingeladen sind, findet von 19.30 bis 21.45 Uhr im Gymnasium Remigianum statt.
Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de
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