"Beteiligung an Cochstedt kommt nicht in Frage!"
OB Trümper nach der Studie zu Zukunft des Flugplatzes Magdeburg
Die Analyse zu den strategischen Perspektiven des Flugplatzes Magdeburg liegt vor. Wichtigste Handlungsempfehlungen: Auf den Ausbau verzichten und den Status quo sichern. Eine Beteiligung als Gesellschafter an der Betreibergesellschaft für den Flughafen Cochstedt haben die Gutachter nicht empfohlen. Entscheiden muss der Stadtrat, der die Drucksache voraussichtlich im Mai verhandelt.
Im September 2004 hatte der Stadtrat den Oberbürgermeister beauftragt, nach der Absage jeglicher Landesförderung und gescheiterten Privatisierungsbemühungen Vorschläge zur Perspektive des Verkehrslandeplatzes Magdeburg und der Betreibergesellschaft Flughafen Magdeburg GmbH vorzulegen. Dr. Lutz Trümper beauftragte daraufhin die Kienbaum Management Consultants GmbH, verschiedene Varianten rechtlich, betriebswirtschaftlich sowie hinsichtlich ihrer finanziellen Auswirkungen zu begutachten.
Das Ergebnis liegt nun vor. Die Verwaltung hat Handlungsempfehlungen aus dem Gutachten abgeleitet, die gestern in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters bestätigt wurden. Nach Beratung in den Fraktionen und Ausschüssen muss der Stadtrat abschließend entscheiden.
"Wichtigste Erkenntnis ist für uns, dass die Gutachter eine Beteiligung an der Betreibergesellschaft für Cochstedt auf der Basis des vorliegenden Angebotes nicht befürworten", so OB Dr. Lutz Trümper. "Eine Beteiligung an Cochstedt kommt für Magdeburg nicht in Frage, wohl aber die Kooperation als Dienst-leister." Der Variantenvergleich empfiehlt, mittelfristig auf den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Magdeburg zu verzichten, insbesondere auf die Ver-längerung der Start- und Landebahn und die Umverlegung der Bundestraße 71. Der Status quo des Geschäftsbetriebes soll jedoch langfristig erhalten werden.
Zur unternehmensinternen Effizienzsteigerung und Einsparung von Personal- und Sachkosten soll die Eingliederung der Flughafen Magdeburg GmbH als Geschäftsbereich in die Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH geprüft werden. "Wir werden Vor- und Nachteile einer solchen Fusion detailliert untersuchen und sorgfältig abwägen, ehe wir dem Stadtrat dazu eine gesonderte Drucksache vorlegen", erklärt Dr. Lutz Trümper die weitere Verfahrensweise.
Für Rückfragen: Tel.: 540 27 69
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