Bocholt, 23. März 2005
„Altbau Optimal 2005“: Zuschüsse für Wärmedämmung
Bocholt (pd).
Gute Nachrichten für Bocholter Bürger, die sich im Laufe des Winters über unbehagliche Bereiche in der Wohnung, Zugluft oder hohe Heizkosten geärgert haben: Auch in diesem Jahr gibt es über das Programm „Altbau Optimal“ städtische Zuschüsse für Wärmeschutzmaßnahmen an der Gebäudehülle (bis 1.500 €).
Zu den im Rahmen des Förderprogramms "Altbau Optimal 2005" unterstützten Maßnahmen gehören die Dämmung des Daches bzw. der obersten Geschossdecke, die Außendämmung der Fassade und die Verfüllung der Luftschicht zwischen Klinker und Hauswand. Energiesparend ist auch der nachträgliche Wärmeschutz der Kellerdecke. "Denn Kellerwände können die Wärme des beheizten Erdgeschosses wie ein Docht nach unten ziehen", weiß Umweltreferentin Angela Theurich. Auch für solche Maßnahmen gibt es Zuschüsse. Bei 8 cm Dämmstoffdicke sind dies 5 Euro pro m2. Der Betrag steigert sich, wenn die Dämmstärke erhöht wird, auf maximal 6 Euro pro m2.
Eine Erneuerung von Fenstern wird in Verbindung mit einer Fassadendämmung unterstützt und beträgt dann, je nach Qualität der verwendeten Gläser, entweder 10 oder 20 Euro pro m2.
Bei vor 1995 erbauten Gebäuden werden Probleme besonders in kalten Wintern und heißen Sommern spürbar. Ab Januar 2006 wird der Energiestandard zusätzlich beim Verkauf einer Immobile eine Rolle spielen. Beim Besitzerwechsel ist dann ein sogenannter "Energiepass" vorzulegen, der den Energieverbrauch des Gebäudes ausweist. Für potenzielle Käufer ist dies ein wichtiger Hinweis auf die Höhe der einzurechnenden Heizenergiekosten.
Wichtig: Jede Finanzspritze aus dem städtischen Fördertopf ist an eine Altbausanierungsberatung gekoppelt. Diese Erstberatung wird von einem Mitarbeiter des Niedrigenergie-Instituts Detmold durchgeführt und kostet 100 Euro. Der Betrag wird noch im gleichen Jahr zurückerstattet, wenn energetische Verbesserungsmaßnahmen in Höhe von mindestens 600 Euro durchgeführt wurden. "Dieses Beratungsangebot als erster Schritt hat sich bewährt und wird sehr gut angenommen", so Theurich.
Wie bei allen Förderprogrammen gilt auch für das Programm "Altbau Optimal 2005": Erst beantragen, dann Aufträge vergeben und auf keinen Fall vor dem Vorliegen des Förderbescheides beginnen.
Interessierte Hausbesitzer aus Bocholt können die Förderrichtlinien des Programms "Altbau Optimal 2005" sowie Antragsformulare für das Förderprogramm und die Altbausanierungsberatung ab sofort im Geschäftsbereich "Wohnen" der Stadt Bocholt anfordern (Herr Nienhaus, Tel. 02871/953-455 oder E-Mail mikenien@mail.bocholt.de). Darüber hinaus können die Formulare unter www.bocholt.de aus dem Internet herunter geladen werden ("Bürgerservice" – "Formulare" – "Formulare allgemein").
Vom Förderprogramm "Altbau Optimal" profitieren ferner Bocholter Handwerksfirmen und Baustoffhändler. Theurich: "Durch den städtischen Anreiz werden verstärkt private Investitionen getätigt. Darüber hinaus wird die Qualität der einzelnen Maßnahmen erhöht."
Übrigens können Sanierungswillige zusätzlich zum Zuschussprogramm auch zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Anspruch nehmen. Kostenlose Telefonhotline der KfW unter Tel. 01801/335577.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, A. Theurich, Umweltreferat, 02871/953-137 - M. Nienhaus, Wohnen, 02871/953-455