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Stadt führt Kontrollen durch
Jugendschutz und Schützenfeste
Borken - 12. April 2005. Es dauert nicht mehr lange bis Anfang Mai die ersten Schützenfeste stattfinden. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden in diesem Jahr, gemeinsam mit der Polizei, Jugendschutzkontrollen auf den Schützenfesten durchgeführt. Geprüft wird, ob die „Regelungen zur altersabhängigen Anwesenheit von Minderjährigen und zum Ausschank von alkoholischen Getränken an Minderjährige“ beachtet werden. Will heißen, ob erstens Jugendliche unter 16 im Zelt anzutreffen sind, obwohl sie laut Jugendschutzgesetz schon zu Hause sein sollten und zweitens, ob an diese Minderjährigen Alkohol ausgeschenkt wird.
Alle Schützenvereine erhalten in diesen Tagen ein Schreiben der Stadt, in dem auf die Kontrollen hingewiesen wird. Erster Beigeordneter und Jugendamtsdezernent Rüdiger Middel: „Es geht uns nicht darum, jemanden zu erwischen, sondern um die Einhaltung des Jugendschutzes.“ Entsprechende Auflagen seien auch in den Gestattungen für die Schützenfeste enthalten, die jeder Verein vor dem Schützenfest beantragen müsse.
„Wir wollen den Start in die Schützenfest-Saison zum Anlass nehmen, auf ein Problem hinzuweisen, das uns zunehmend Sorge bereitet. Es fällt uns und der Polizei auf, dass zunehmend Minderjährige in immer jünger werdenden Alter, im Festzelt und dessen Umfeld alkoholisiert angetroffen werden, obwohl in der Vergangenheit die Schützenvereine und Festwirte grundsätzlich verantwortungsvoll mit den Regelungen des Jugendschutzgesetzes umgegangen sind.“, so Middel. Diese Entwicklung stehe nicht nur im Gegensatz zu den Zielen des Jugendschutzgesetzes, sondern sei insbesondere auch dem Ansehen der Schützenfeste als Brauchtumsveranstaltungen abträglich. Niemand habe sicherlich Interesse an einem zunehmenden Alkoholkonsum von Jugendlichen, der dann auch noch in der öffentlichen Wahrnehmung mit den Brauchtumsveranstaltungen Schützenfeste in Verbindung gebracht werde, erläutert die Stadt in ihrem Informationsschreiben an die Schützenvereine den Grund für die Kontrollen.
Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de
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