PCB-Grenzwerte werden nur im Gewächshaus überschritten
19.04.2005 | Herten
Schadstoffuntersuchungen in städtischen Gebäuden
"Leichte Entwarnung" für die beiden Realschulen in Herten, an denen vor zwei Wochen erhöhte PCB-Werte festgestellt worden waren: Die Raumluftmessungen haben in den Schulen keine kritischen Werte ergeben, lediglich im Gewächshaus wurden zu hohe Werte festgestellt.
Im Rahmen der Schadstoffuntersuchungen in städtischen Gebäuden durch das Ingenieurbüro MTM aus Mülheim wurden nach einer Begehung und Sichtkontrollen in einem zweiten Schritt Gebäude mit hohem Verdachtspotential einer intensiven Sondierung unterzogen und Proben entnommen.
Die Ergebnisse ergaben in zwei Gebäuden erhöhte PCB-Werte, so dass in der vergangenen Woche unverzüglich flächendeckende Raumluftuntersuchungen durchgeführt wurden.
Nach Abschluss der Raumluftuntersuchungen wurden die Werte in einem Labor ausgewertet.
Nach der mündlichen Mitteilung des Ingenieurbüros vom heutigen Tage liegen die gemessenen Werte in allen Räumen unterhalb der "kritischen" Grenze von 3.000 ng PCB/ m³ Luft.
Für die Städtische Realschule kann "Entwarnung" gegeben werden: Die Raumluftkonzentrationen liegen hier zwischen 80 und 300 ng PCB/m³Luft.
In der Willy-Brandt-Realschule wurden Raumluftkonzentrationen zwischen 800 - 1.500 ng PCB/ m³ Luft in allen Räumen gemessen. Lediglich im Gewächshaus wurden Werte in Höhe von 5500 ng PCB/ m³ Luft festgestellt.
Nach der PCB-Richtlinie NRW sind bei Raumluftkonzentrationen oberhalb von 3000 ng PCB/ m³ akute Gesundheitsgefahren nicht auszuschließen, und es ist sofortiger Handlungsbedarf erforderlich. Bei Raumluftkonzentrationen zwischen 300 und 3.000 ng PCB/ m³ Luft ist die Quelle aufzuspüren und mittelfristig zu beseitigen.
Wie in Herten die Sanierung der betroffenen Räume erfolgt, wird in Kürze mit dem Fachingenieur und den anderen Beteiligten wie Schule und Schulverwaltung abgestimmt.
Pressekontakt: Pressestelle, Svenja Küchmeister, Telefon: 02366-303227, eMail: s.kuechmeister@herten.de



