Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 29. April 2005
"Magdeburg 1200 - Mittelalterliche Metropole, Preußische Festung, Landeshauptstadt - Die Geschichte der Stadt von 805 bis 2005"
Stadtgeschichtsausstellung öffnet am 8. Mai ihre Tore

Magdeburg.

Ein Gesetzestext Kaiser Karls des Großen von 805 nennt erstmals den Ort "Magadoburg" als Grenzhandelsplatz an der Elbe. Bereits im 10. Jahrhundert rückte Magdeburg als bevorzugte Pfalz Kaiser Ottos des Großen in den Mittelpunkt europäischer Herrschaft.

Heute zeigt Magdeburg die Narben, aber auch den Reichtum einer langen, wechselvollen Geschichte. Zweimal wurde die Stadt in Schutt und Asche gelegt: 1631 durch die kaiserlichen Truppen unter General Tilly, und 1945 ging die Altstadt im Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges unter. Das romanische Kloster Unser Lieben Frauen und der mächtige gotische Dom überlebten. Beide Kirchen prägten schon die Silhouette der erzbischöflichen Metropole.

Auf den zweiten Blick entdeckt man weitere Zeugen der Vergangenheit, einzelne Barockhäuser, Festungsmauern oder die Werkhallen aus der Zeit der Industrialisierung. Der Wiederaufbau des Zentrums seit den 1950er Jahren als weitläufige Stadtanlage geht eine überraschende Verbindung ein mit neuen Einkaufszentren in der Manier amerikanischer Shopping Malls, die nach dem Ende der DDR hinzugekommen sind.

Die Ausstellung "Magdeburg 1200 - Mittelalterliche Metropole, Preußische Festung, Landeshauptstadt" zeigt, dass Magdeburg immer wieder ein Brennpunkt europäischer Ereignisse und Entwicklungen gewesen ist. Brüche und Neuanfänge der Stadtgeschichte spiegeln deshalb zugleich die abendländische Kultur- und Herrschaftsgeschichte.

Originale stehen im Mittelpunkt: archäologische Funde, Töpfe, Möbel und andere Dinge des Alltags sowie Gemälde und Fayencen, Handschriften und Drucke. Modelle, historische Objekte zum Anfassen und moderne Medien dienen der vertiefenden Information. Die Darstellung anhand originaler Zeitzeugnisse folgt der chronologischen Entwicklung durch zwölf Ausstellungskapitel.

 

Seltene und wertvolle Ausstellungsstücke dokumentieren die Entwicklung Magdeburgs von den Anfängen bis zur heutigen Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Die Ausstellung "Magdeburg 1200" präsentiert 2000 Objekte, darunter zahlreiche Leihgaben aus europäischen Museen, Sammlungen und Archiven, auf über 1500 qm Ausstellungsfläche. Das Kulturhistorische Museum lädt den Besucher ein zu einem abwechslungsreichen Gang durch die Stadtgeschichte und zum Erlebnis magdeburgischer Herkunft und Identität.

Wie schwer ist eine Rüstung? Wie fühlt sich Pergament an? In der Ausstellung kann sich der Besucher davon eine eigene Vorstellung machen.

Getreu der alten Erfahrung "Man sieht nur das, was man weiß" sind Ausstellungsführer die Geschichtenerzähler entlang des roten Fadens der magdeburgischen und europäischen Geschichte. Jede Führung bietet Zusätzliches zum Hinschauen, Kennenlernen und Anfassen.

Die Führungen sind buchbar als Überblicksführungen sowie nach Absprache zu thematischen Schwerpunkten. Weitere Angebote richten sich an Schülerinnen und Schüler.

Die Reihe "Magdeburg 1200 - Vorträge zur Stadtgeschichte" begleitet über die Ausstellungszeit hinaus das Stadtjubiläum. Stadtarchiv, Stadtbibliothek und Kulturhistorisches Museum veranstalten gemeinsam Themenabende, über die ein gesondertes Vortragsprogramm informiert.

Megedeborch um 1200: Das historische Spiel lädt in seiner 10. Saison im Museumshof zum Mitmachen ein: Zwei Stadtherren, die Erzbischöfe Wichmann und Albrecht, aber auch zwei Herrscher, Kaiser Friedrich Barbarossa und König Philipp von Schwaben, die in Magdeburg Hof hielten, nehmen Einfluss auf das städtische Geschehen. Zwei Stadtbrände bringen unerwartete Folgen mit sich: 1188 verbessert Wichmann das Magdeburger Stadtrecht, und ab 1209 beginnt unter Albrecht der Bau der ersten gotischen Kathedrale auf deutschem Boden.

"Magdeburg 1200 - Mittelalterliche Metropole, Preußische Festung, Landeshauptstadt - Die Geschichte der Stadt von 805 bis 2005"

Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg vom

8. Mai bis zum 4. September 2004,

dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr

 

Kontakt Kulturhistorisches Museum:

Thilo Reichelt

Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Otto-von-Guericke-Straße 68-73

39104 Magdeburg

Tel.: 0391 53 548 21

Mail: thilo-reichelt@magdeburg1200.de

www.magdeburg1200.de



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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39104 Magdeburg
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