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Emstunnel: Land beschließt Abzug der Tunnelwarte

27. Mai 2005

Trotz aller Forderungen, beim Emstunnel bei Leer eine ständig besetzte Tunnelwarte vor Ort zu erhalten, sieht der Planungsfeststellungs-Änderungsbeschluss des Landes jetzt etwas anderes vor. Der Beschluss wurde dem Landkreis Leer jetzt zugeleitet, teilt Landrat Bernhard Bramlage mit. Er wehrt sich nach wie vor gegen die Abschaffung der ständig besetzten Tunnelwarte und sah sich erst vor wenigen Wochen durch Gutachter des ADAC darin bestätigt. Der ADAC hatte im Ergebnis festgestellt, dass der Emstunnel mit Tunnelwarte einer der sichersten Tunnel in Europa ist. Denn „eine mit geschultem Personal besetzte Tunnel-Leitzentrale“ war ausdrückliches Prüfungskriterium im aktuellen ADAC-Test.

Das rund 30-seitige Beschlusspapier der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sieht im Ergebnis vor, die Überwachung direkt beim Emstunnel abzuziehen und per Fernüberwachung von Hannover aus sicherzustellen. „Die Tunnelüberwachung kann gleichwertig auch in einer abgesetzten Tunnelüberwachungsstation erledigt werden“, heißt es in der Begründung. Informationen könnten dann schnell an die zuständigen Stellen weitergegeben werden.

Der Kreistag des Landkreises Leer hat erst vor Kurzem einstimmig die Abschaffung der ständig besetzten Tunnelwarte strikt abgelehnt, solange kein Einvernehmen über einen gleichwertigen oder besseren Sicherheitsstandard besteht. Landrat Bramlage sieht in den jetzt vorgelegten Unterlagen keinen gleichwertigen oder gar besseren Standard gewährleistet. Erst recht gäbe es kein Einvernehmen über die vom Land mitgeteilte Entscheidung. Das Land habe die Auffassung des Kreistages schlichtweg ignoriert. Mit den Fachleuten vor Ort sei er weiterhin der Auffassung, dass die geplante Überwachung von Hannover aus nicht gleichwertig mit der jetzigen Überwachung vor Ort sei, so Bramlage. Er werde deshalb den Kreisgremien vorschlagen, gegen den Änderungsbeschluss zu klagen.

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