Ab morgen kann vom Bördegarten bis zum Ring flaniert und geradelt werden
Zentraler Grünzug im Neustädter Feld fast fertig
Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, Werner Kaleschky wird morgen um 11.00 Uhr einen weiteren Abschnitt des neu gestalteten Grünzuges im Neustädter Feld freigeben. Interessierte Bürger sind dazu herzlich eingeladen.
Der Stadtteil Neustädter Feld war in den 70er bis Anfang der 80iger Jahre als Wohngebiet im Norden Magdeburgs in Plattenbauweise errichtet worden. Zu dieser Zeit waren die Plattenbauwohnungen wegen ihrer Ausstattung sehr begehrt. Nach 1990 hat sich in Folge der sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen die Situation im Neustädter Feld grundlegend geändert. Mit dem Wegzug vieler Bewohner gab es nicht nur immer mehr leer stehende Wohnungen, auch die sozialen Probleme im Stadtteil nahmen zu.
1998 erteilte das Stadtplanungsamt deshalb den Auftrag, ein Stadtteilentwicklungskonzept zu erarbeiten. Schwerpunkt waren Analysen zur Qualität der öffentlichen Räume, zur Situation der Wohnungsbestände und zur Entwicklung des Gemeinwesens. Die Analyseergebnisse waren Anlass, die Aufnahme des Stadtteils in das Förderprogramm "Soziale Stadt" (Förderprogramm für Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf) zu beantragen, seit 1999 werden ausgewählte Investitionen im Neustädter Feld aus diesem Programm bezuschusst.
Der jetzt fertig gestellt und der Öffentlichkeit übergebene Geh- und Radweg war ein wichtiges Projekt, das aus dem Programm "Soziale Stadt" finanziert werden konnte. Der zentrale Grünzug zwischen dem Magdeburger Ring und dem Fort VI bildet das verbindende Element im Stadtteil. Er sorgt als durchgehendes grünes Band für mehr Lebensqualität der Stadtteilbewohner und für kurze Wege im Kiez. In die Neugestaltung wird der Hermann-Bruse-Platz als unmittelbarer Bestandteil des Grünzuges nach Abriss der 16-Geschosser einbezogen.
Im Zuge der Neugestaltung des zentralen Grünzuges wurden alle bestehenden Wegebeziehungen aufgewertet bzw. neu angelegt. Bereits fertiggestellt war der Westabschnitt des zentralen Grünzuges vom Bördegarten bis zur Othrichstraße, auch der Mittelabschnitt zwischen Othrichstraße und Kritzmannstraße wurde - mit Ausnahme des Hermann-Bruse-Platzes - bereits realisiert.
Mit dem nun frei gegebenen Ostabschnitt (Kritzmannstraße bis Magdeburger Ring) ist das Gesamtvorhaben bis auf den Hermann-Bruse-Platz, der 2006 saniert wird, beendet. Insgesamt 200.000 Euro sind in den "Ostabschnitt" geflossen, zwei Drittel davon Fördermittel des Landes und des Bundes aus dem Programm "Soziale Stadt".
Das Gesamtvorhaben "Zentraler Grünzug" hat inzwischen ca. 900.000 EUR gekostet. "Ich freue mich, dass wir für die Planungen und die Bauarbeiten fast durchweg Magdeburger Firmen einsetzen konnten, weil wir als Stadt natürlich vor allem die Unternehmen vor Ort mit Aufträgen unterstützen wollen", erklärt der Beigeordnete Werner Kaleschky zur Freigabe des dritten Bauabschnittes.
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