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Tag des offenen Denkmals am 11. September

Diesjähriges Schwerpunktthema: „Krieg und Frieden“

Borken - 13. Juni 2005. Auch in diesem Jahr wird es am europaweiten Tag des offenen Denkmals, am 11. September, zahlreiche Informationsangebote in Borken geben. Diese richten sich insbesondere an die an Denkmalschutz und an Stadtbaugeschichte interessierten Bürger. Mit Blick auf den vor 60 Jahren zu Ende gegangenen 2. Weltkrieg steht der von der Deutsche Stiftung für Denkmalschutz organisierte Tag unter dem Motto „Krieg und Frieden“.

Unter Berücksichtigung dieses Themas wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Borken und der Unteren Denkmalbehörde der Stadt bereits eine umfangreiche Veranstaltungspalette erarbeitet. Danach wird es an dem zweiten Septemberwochenende folgende Aktionen geben: Alle fünf Türme - Wehr- und Schutzbauten aus dem 16. Jahrhundert - werden am 11. September zwischen 10 und 12 Uhr, sowie zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet sein. Fachkundige Mitglieder des Heimatvereins werden spezielle Führungen mit Turmbesteigungen um 11 Uhr und um 15 Uhr anbieten.

Darüber hinaus wird im Rahmen der Stadtrundgänge das historische enge Borken vor 1945 und das wieder aufgebaute „neue“ Borken gegenüber gestellt. Dies soll durch unterschiedliches Kartenmaterial und durch einige an markanten Punkten der Innenstadt aufgestellte Bildtafeln erfolgen. Eine Besonderheit wird eine punktuelle Kennzeichnung ehemaliger Hausfluchten auf dem vorhandenen Pflaster sein, zum Beispiel im Bereich des heutigen Marktplatzes. Gerade diese „Spuren“ des historischen Vorkriegs-Borken dürfte bei Älteren und Jüngeren gleichermaßen auf großes Interesse stoßen. Diese Konturen haben genügend Aussagekraft, um den Besuchern des Denkmaltages die Enge und Verdichtung des Stadtkerns in der Zeit vor 1945 näher bringen zu können.

Ergänzt werden diese Grundrissspuren durch eine parallel angebotene Fotodokumentation zur historischen Stadtbefestigung von Borken und einer interessanten Fotoserie zur Zerstörung und Wiederaufbau in der Stadt. Diese Ausstellung wird im Rahmen der im Sommer stattfindenden Skulpturenbiennale im „Turm“ des Künstlers Tazro Niscino angeboten. Wie bereits berichtet, wird dieser Turm auf dem Marktplatz errichtet werden. „Ein Blick auf die Geschichtsspuren der Kreisstadt dürfte für alle Generationen durchaus interessant und spannend sein, aber auch Erinnerungen an eine Zeit wachrufen, in der sich die Stadt Borken mit ihren engen Straßen- und Platzräumen in einem gänzlich anderen Bild präsentierte, als wir es heute kennen.“, so Stadtplaner Hubert Effkemann.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de

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