Bocholt, 14. Juni 2005
Bocholter Stadion „Hünting“ muss sicherer werden
Planungsstudie im Sportausschuss vorgestellt
Bocholt (pd).
Mängel beim Feuerschutz, bei den Fluchtwegen, fehlende Wellenbrecher, keine Einsatzzentrale, Probleme mit den Toiletten und dem Notstrom – das sind Auszüge einer langen Mängelliste, die eines klar macht:
Das Fußballstadion des Fußball-Oberligisten 1. FC Bocholt entspricht nicht den geforderten Sicherheitsstandards nach der geltenden Versammlungsstättenverordnung für Stadien über 5.000 Zuschauer.
Um den Spielbetrieb dennoch zu gewährleisten, schlug die Sportverwaltung im jüngsten Sportausschuss als Sofortmaßnahme neben der Beschränkung auf 5.000 Zuschauer die Abstellung der gröbsten Mängel vor.
Mittelfristig soll das Stadion nach Empfehlung der Verwaltung auf ca. 7.000 Zuschauer umgebaut werden. Es wäre dann Oberligatauglich. Veranstaltungen mit höheren Zuschauerzahlen, wie z.B. das Bocholter Open Air, wären durch Ausnahmegenehmigungen weiterhin durchführbar. Sollte der 1. FC in die Regionalliga aufsteigen, müsste nachgerüstet werden.
Daneben wurden zwei andere Varianten vorgestellt. Die erste sieht einen Rückbau auf unter 5.000 Zuschauer vor. Diese Möglichkeit wertet die Verwaltung als „nicht bedarfsgerecht“.
Eine weitere Variante umfasst den Ausbau auf 10.000 Zuschauer. Dies würde zwischen 1,8 und 2 Mio Euro kosten. Geld, das zur Zeit fehle, wie Benedikt Püttmann, Leiter des Fachbereichs Jugend, Familie und Sport, verdeutlichte.
Jetzt sind die Politiker am Zug, zu entscheiden, welche der Varianten favorisiert wird.
Im Zuge der Machbarkeitsstudie wurde auch über eine mögliche Umgestaltung des gesamten „Hünting“-Umfeldes berichtet. Vorstellbar ist laut Verwaltung u.a. der Umbau der alten Radrennbahn zu einem Kunstrasenplatz, der von mehreren Vereinen genutzt werden könnte.
Auch eine neue Platzanlage für die DJK TuS Stenern am Hemdener Weg ist Teil der Planspiele. Bekanntlich hat die DJK TuS Stenern Bedarf für einen zweiten Platz angemeldet, außerdem ist die Umkleidesituation am Standort Winterswijker Straße problematisch.
Eine Steuerungs- und Lenkungsgruppe unter dem Namen „Bocholt - Zukunft Sport“ soll sich künftig mit den Möglichkeiten einer Umsetzung der Gutachten beschäftigen.