Bau des Landschaftsparks Emscherbruch geht voran:

24.06.2005 | Herten

Zuwendungsbescheide bei Projektpartnern eingetroffen

Das interkommunale Entwicklungsvorhaben „Neue Horizonte-Landschaftspark Emscherbruch“ nimmt weiter Formen an. So haben der Regionalverband Ruhr (RVR) sowie die Städte Herten und Recklinghausen Bewilligungsbescheide der Bezirkregierung Münster von insgesamt mehr als drei Millionen Euro erhalten.

Mit den nun zugesagten Fördermitteln aus dem Ökologieprogramm Emscher-Lippe wird der RVR die „Drachenbrücke“ über die Cranger Straße vom Stadtteilpark Hochlarmark auf die Halde Hoheward bauen. Dieser Brückenschlag wird mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert.

 

Für den Beginn des zweiten Bauabschnittes zum Umbau der Halde Hoheward in einen Park der Horizontastronomie stehen 900.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Erst am 17. Mai war im Zuge des ersten Bauabschnittes ein rund zehn Meter hoher Stahlobelisk als Zeiger einer Sonnenuhr auf dem östlichen Haldenplateau aufgestellt worden.

 

Den Haldenausbau hat das NRW-Umweltministerium bislang mit rund 4,8 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Ökologieprogramms Emscher-Lippe gefördert. Zusammen mit dem zehnprozentigen Eigenanteil des RVR beläuft sich das Bauvolumen des ersten Bauabschnittes auf 5,4 Millionen Euro.

 

Die Stadt Herten erhält für die Weiterführung der Ringpromenade, die ab 2006 die gesamte Halde umschließt, und die Anbindung des Landschaftsparks Emscherbruch unter anderem an den Schlosswald sowie den Emscherpark Radweg im Süden durch die neuen Bewilligungsbescheide knapp 450.000 Euro.

 

In Recklinghausen stehen nun 340.000 Euro zur Verfügung, um die Planungswerkstatt mit den Bürgern in Recklinghausen-Hochlarmark fortzuführen. Im Mittelpunkt der Werkstatt steht das so genannte „Gartenband“ südlich der Wanner Straße. Mit den Mitteln können auch für das Projekt erforderliche Grundstücke erworben werden.

 

Bisher haben der Bergbau und die Montanindustrie den Emscherbruch zwischen Herten und Recklinghausen geprägt. Das 750 Hektar große Areal ist unter anderem Standort der Zechen Ewald 1/2/7 und Recklinghausen II gewesen. Mit dem Rückzug des Bergbaus aus der Emscherregion entstand zudem eine der größten Haldenlandschaften Europas, bestehend aus den Halden Hoppenbruch und Hoheward. Mit dem Landschaftspark Emscherbruch wollen die Projektpartner dieses Gebiet in den nächsten fünf Jahren zu einem neuen Lebens- und Landschaftsraum für die Menschen der Region umgestalten.

Pressekontakt: Stadt Herten, Pressestelle, Nele Däubler, Telefon: 02366/303-357, E-Mail: n.daeubler@herten.de