Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 28. Juni 2005
Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters

Magdeburg.

Bundeswettbewerb "Hauptstadt des fairen Handels"

Magdeburg beteiligt sich in diesem Jahr am Bundeswettbewerb um den Titel "Hauptstadt des fairen Handels". Die Servicestelle "Kommunen in der einen Welt" ruft den Wettbewerb 2005 zum zweiten Mal aus. Der Wettbewerb ist Bestandteil der Fairen Woche, die vom 19. bis zum 25.9. 2005 stattfindet. Schirmherrin ist die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul. Ziel des Wettbewerbs ist es, Engagement der Kommunen zum Thema Eine Welt und Fairer Handel zu würdigen und Beispiele bekannt zu machen. Die Preisverleihung findet am 20. September 2005 in Wiesbaden statt.

Über den lokalen Ansatz hinaus, bedeutet Agenda 21 auch die Wahrnehmung globaler Verantwortung. Die Agenda 21 ruft zu einer nachhaltigen Entwicklung weltweit auf und erinnert die Industrieländer an ihre weltweite Verantwortung.

Der "Faire Handel" garantiert im Gegensatz zum "normalen" Welthandel, dass die Produzentinnen und Produzenten gefördert und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Beim Fairen Handel erhalten Bauern aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas für ihre Produkte einen Erlös, der über dem Weltmarktpreis liegt. Durch langfristige Verträge, sichere Abnahmemengen und den direkten Verkauf über Produzentenorganisationen können die Bauern ihr geringes Einkommen steigern und damit ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern. Die Bauern sind nicht gezwungen, ihre landwirtschaftlichen Betriebe aufzugeben. Dadurch wird dem explosionsartigen Anwachsen der Slums in den großen Städten entgegengewirkt.

Grundsätze des Fairen Handels sind z.B.

  • gleichberechtigte wirtschaftliche Beziehungen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern
  • Direkteinkauf ohne Zwischenhandel
  • Vermeidung von Kinderarbeit
  • zusätzliches Engagement in den Bereichen Gesundheit und Bildung

Die Idee des Fairen Handels entstand in den frühen 70er Jahren. Seit 1990 wird sie auch in Magdeburg verwirklicht. Vorreiter war hier der Magletan e.V., bald folgten andere Vereine und private Einzelhändler. 1992 begann das Engagement großer Handelsketten mit dem Vertrieb von Produkten, die am TransFair-Siegel erkennbar sind. Die Vielfalt der Produktpalette und das Engagement unterschiedlicher Anbieter kennzeichnen heute den Fairen Handel in Magdeburg.

Am 09.06.1997 beschloss der Stadtrat eine Lokale Agenda 21 für Magdeburg zu erarbeiten. Die bereits vorhandenen Aktivitäten von Vereinen und anderen Trägern auf dem Gebiet der Entwicklungspolitik boten eine gute Voraussetzung, sich dieser Thematik auch in der Lokalen Agenda zu widmen. Der "Faire Handel" bietet eine für Bürger anschauliche Möglichkeit, praxisnah die Probleme in den Entwicklungsländern kennen zu lernen. Darüber hinaus können Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die Magdeburger Bürger können aktiv an der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern mitwirken.

Seit ca. einem Jahr ist der Arbeitskreis "Fairer Handel" in Magdeburg aktiv. Ihm gehören neben im Eine-Welt-Laden ehrenamtlich Tätigen sowie dem Umweltamt auch kleine und große Händler an. Mehrere Aktionen fanden mittlerweile statt, um den fairen Handel in Magdeburg bekannt zu machen. Einige Höhepunkte waren öffentliche Aktionen in der Innenstadt. Ein besonderes Ereignis war die Kampagne "fair feels good", die am 11. September 2004 in Magdeburg Station machte. Hier konnten die Magdeburger sich über das Anliegen der Kampagne informieren. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurden durch die Mitarbeiterzeitung vom Engagement für den Fairen Handel in Kenntnis gesetzt.

Im Arbeitskreis "Fairer Handel" wurde angeregt, anlässlich der 12hundert Jahrfeier einen Magdeburger Agenda-Kaffee einzuführen. Dieser Agenda-Kaffee zum Stadtjubiläum stammt aus biologischem Anbau von Kleinbauerngenossenschaften aus Lateinamerika. Die Verpackung ist bedruckt mit dem Hinweis auf die 12hundert-Jahr-Feier der Landeshauptstadt Magdeburg. Der Jubiläumskaffee schlägt Brücken zwischen den Menschen hier und in Mexiko, Kolumbien, Honduras, Nicaragua und Peru, den Ländern in denen die Kaffeebohnen produziert werden. Der Agenda-Kaffee ist somit besonders geeignet, den Bürgern ihre Verantwortung im Rahmen einer globalisierten Welt nahe zu bringen, gemäß dem Motto der Lokalen Agenda "Global Denken - Lokal handeln. Der Kaffee ist im Weltladen, im 12hundert Infoshop, in der Magdeburg Information und in verschiedenen Einzelhandelseinrichtungen und Kirchengemeinden erhältlich.

Für Rückfragen zur Lokalen Agenda: Claudia Fricke, Tel.: 540 2600

 

Jahresabschluss 2004 der MMKT

Der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss 2004 der Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH liegt vor. Die Gesellschaft schließt mit einem Jahresfehlbetrag von knap 1,17 Mio. Euro, der weitgehend mit den Liquiditätshilfen der Stadt ausgeglichen werden kann. Die Verwaltung schlägt vor, dem Geschäftsführer Entlastung zu erteilen. Entscheiden muss darüber die Gesellschafterversammlung.

 

Ausbau Knoten Rathenau-Straße

Die Eisenbahnbrücke über die B 1 in der Rathenau-Straße soll perspektivisch durch einen leistungsfähigeren und höheren Neubau ersetzt werden. Sofern der Stadtrat dem Vorschlag der Verwaltung zustimmt, werden dazu Verhandlungen mit der Bahn AG aufgenommen. Bei der Planung des Ersatzneubaus soll auch eine Trasse für die 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn berücksichtigt werden. Dafür schlägt die Verwaltung zwei Varianten des Trassenverlaufs vor, wobei die Variante ohne Tunnel favorisiert wird.

 

Instandsetzung Brücke Wasserfall

Die Fußgängerbrücke über den Cracauer Wasserfall wird instand gesetzt. Dabei werden auch die Graffiti-Schmierereien beseitigt. Ein Teil der benötigten Kosten wird durch eine Spende der ÖSA finanziert, der Rest kommt aus dem städtischen Haushalt.

Die Fußgängerbrücke am Cracauer Wasserfall wurde im Jahr 1998 fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Der Brückenzug hat eine Gesamtlänge von ca. 233 m und besteht aus der westlichen Vorlandbrücke aus Stahlbeton sowie aus der 195 m langen Pylonbrücke mit seitlich angeordneten Hauptträgern aus Leimholz.

Wesentliche Teile des Überbaus der Strombrücke bestehen aus Holz und bedürfen in relativ kurzen Zeitabständen einer Überholung des Holzschutzes. Die zurückliegenden extremen Graffiti-Verunstaltungen der Holzbauteile bedingen bei der vorzunehmenden Reinigung einen sofortigen neuen Holzschutz, um die Ansehnlichkeit der Brücke in der exponierten Lage zum Stadtpark wieder herzustellen. Daher ist die Erneuerung des Holzschutzes und die Beseitigung von Gefahrenstellen am Handlauf, verbunden mit der weitgehenden Beseitigung der übrigen Mängel, insbesondere an der Beleuchtungsanlage dringend geboten. Neben dem zu erneuernden Holzschutz ist die Beseitigung von Schäden durch Vandalismus an der Brücke und Ausstattung vorgesehen.

Insgesamt beinhaltet die Instandsetzung folgende Schwerpunkte:

  • Umbau / Verbesserung Brüstungsabdeckung und Handlauf
  • Reinigung des Brückenbelages / Wiederherstellung des konstruktiven Holzschutzes
  • Beseitigung von Graffiti-Schmierereien
  • Holzschutzarbeiten an den Verschalungen der Hauptträger
  • Schließen von wasserführender Risse an Pfeilerköpfen u. im Widerlager West
  • Umbau / Aufarbeitung der Brückenbeleuchtung (Brüstungs-, Pylon- und Handlaufbeleuchtung)
  • Gerüstbauarbeiten und Leistungen zur Verkehrssicherung

Während der gesamten Bauzeit wird der über die Brücke geführte Fußgängerverkehr nicht mehr als unbedingt erforderlich beeinträchtigt. Für die Gerüstbauarbeiten sind zeitweise Vollsperrungen erforderlich. Diese sind zeitlich auf das absolute Minimum begrenzt und werden mit der Verkehrsbehörde abgestimmt. Radfahrer müssen, da die nutzbare Breite eingeengt wird, absteigen. Für die Arbeiten am westlichen Widerlager ist eine Behelfsbrücke über die offene Baugrube vorgesehen.

 

 

Oebisfelder Brücke - 2. Bauabschnitt

Den Weiterbau der Oebisfelder Brücke soll der Stadtrat im Grundsatz beschließen. Dafür sollen - sofern der Stadtrat zustimmt - im Haushalt 2006 zunächst Planungskosten (280.000 Euro) eingestellt werden. Der Gesamtwert des Neubaus wird auf knapp 4 Mio. Euro geschätzt (einschließlich Planungskosten). Für das Vorhaben will die Stadt Fördermittel beim Land beantragen. Mit dem Weiterbau würde die Brücke bis zur Burger Straße verlängert werden, so dass ein unmittelbarer Anschluss an den August-Bebel-Damm gegeben ist. .

 

 

Für Rückfragen: Tel.: 540 27 69

Die öffentlichen Dokumente aus der Sitzung können ab morgen im Ratsinformationssystem unter www.magdeburg.de eingesehen werden.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
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