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Magdeburg, 06. Juli 2005
Magdeburg beteiligt sich auch im Jubiläumsjahr 2005 am Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf"
Geplanter Natur-Kinder-Garten in Buckau wird Jury vorgestellt

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, die Niederlassungsleiterin der BauBeCon, Ursula Klein, und der Diakon der Katholischen Gemeinde St. Norbert, Wolfgang Gerlich, haben heute den ersten Spatenstich für den Bau eines Kreativgartens für Kinder in der Norberstraße vollzogen. Gemeinsam mit Buckauer Kindern gaben sie damit auch den symbolischen Startschuss für die Beteiligung Magdeburgs am diesjährigen Bundeswettbewerb Entente Florale "Unsere Stadt blüht auf ".

 

"Mit unserer Teilnahme im Jubiläumsjahr wollen wir die Ausstrahlung Magdeburgs als naturnahe und lebenswerte Stadt erneut eindrucksvoll unter Beweis stellen", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Ziel ist es, die Erfolge der Vorjahre mit dem erneuten Gewinn einer Medaille zu bestätigen."

 

Der künftige "Garten für Kinder" ist eine der Stationen, die von der Jury am kommenden Dienstag besucht und bewertet werden. Bis Ende September entsteht auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern ein Natur-Kinder-Garten, der zu festen Öffnungszeiten von Buckauer Kindern, aber auch von Jugendlichen und Eltern genutzt werden kann. Träger ist die katholische Kirchengemeinde St. Norbert.

Der Garten wird sich in mehrere Teilbereiche gliedern, die sich um das "Herzstück" - ein kleines Häuschen mit einer Hobbyküche für Kinder - gruppieren. Ein Bereich für kleinere Kinder soll mit Sandkästen sowie Bänken und einem Grill für deren Eltern ausgestattet werden. Ein angrenzender Kreativbereich wird den Jüngsten Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung bieten.

 

Auch ein Naturgarten für Obst, Gemüse und Kräuter ist geplant. Dabei werden die Vorstellungen und Wünsche von Kindern berücksichtigt. Die im Naturgarten geernteten Obst- und Gemüsesorten können von den Kindern direkt weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus sollen in der Anlage jahreszeitliche Projekte für Abwechslung sorgen.

 

Der "Garten für Kinder" ist Teil einer Baumaßnahme, zu der auch die Errichtung eines öffentlichen Parkplatzes und öffentliche Freiflächen gehören. In die Errichtung der gesamten Anlage werden rund 250.000 Euro investiert. Die Hälfte der Summe trägt die EU aus dem Europäischen Fonds zur Regionalen Entwicklung (EFRE). Die andere Hälfte teilen sich jeweils zu einem Drittel Bund, Land und Stadt im Rahmen der Städtebauförderung.

 

Neben dem künftigen "Garten für Kinder" sind unter anderem der Stadtpark Rotehorn, der Klosterbergegarten, der Herrenkrug, der Elbauenpark, der Kulturlandschaftliche Erlebnispfad Elbaue, Streuobstwiesen in Pechau, die "Grüne Mitte Buckau", die Elbuferpromenade, der Petriförder, der Ulrichplatz, der Westfriedhof, die Kleingartenanlage "An der Waldschule" und das Neustädter Feld weitere Stationen der Jury, die am 12. Juli in Magdeburg zu Gast ist.

 

Nach dem vom Stadtplanungsamt entwickelten Wettbewerbskonzept präsentieren ab 08:00 Uhr Mitarbeiter mehrerer städtischer Ämter, des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg und der Magdeburg Marketing, Kongress und Tourismus GmbH (MMKT) sowie weitere Akteure die Elbestadt von ihrer grünsten und schönsten Seite.

 

Im Anschluss an die Jurytour durch Magdeburg zieht deren Vorsitzender Dirk Pulfrich gegen 16:50 Uhr im Rosengarten des Elbauenparkes ein erstes Resümee der Bewertungskommission zur Teilnahme Magdeburgs am diesjährigen Wettbewerb. Die Juroren bewerten neben dem öffentlichen Bereich wie Grünflächen, Straßenbegleitgrün sowie Park- und Freizeitanlagen auch den privaten Bereich wie die Fassadenbegrünung sowie Haus- und Vorgärten. Im gewerblichen Bereich wird das Engagement von Vereinen, Interessenverbänden und der Wirtschaft beurteilt. Weitere Punkte kann eine Kommune für besondere Projekte im Natur- und Umweltschutz sowie für den Gesamteindruck erhalten.

 

Die Siegerstadt - im vergangenen Jahr war es Potsdam - wird am 29. August 2005 in Mainz bekannt gegeben. Sie vertritt die Bundesrepublik Deutschland 2006 beim Europawettbewerb "Entente Florale". Insgesamt stellen sich in diesem Jahr 33 Städte und Gemeinden der Jury. Deren Mitglieder besuchen bis Ende Juli alle teilnehmenden Kommunen, um auf der Grundlage eines Kriterienkataloges Punkte zu vergeben, die einen Vergleich der Städte untereinander ermöglichen.

 

Im vergangenen Jahr hat Magdeburg eine Silbermedaille sowie einem Sonderpreis der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, für die Garten- und Parkgestaltung auf dem Gelände der Magdeburger Schule für Geistigbehinderte "Hugo Kükelhaus" gewonnen. In der Begründung der Jury zur Preisverleihung hieß es unter anderem: "Der Stellenwert des öffentlichen Grüns in Politik und Verwaltung ist hoch. Magdeburg ist eine bis ins Zentrum durchgrünte Stadt."

 

Bei ihrer ersten Teilnahme 2002 gewann Magdeburg die Goldmedaille, ein Jahr später wurde die Landeshauptstadt - wie auch 2004 - mit Silber geehrt. Damit ist Magdeburg bundesweit die einzige Großstadt, die sich kontinuierlich an dem Wettbewerb beteiligt.

 

Bei Rückfragen: Burkhard Wrede-Pummerer, Stadtplanungsamt, Tel.: 0391/5 40 53 20

 

Hintergrundinformationen zum Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf"

Mit dem Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf" möchte die Tochtergesellschaft des Zentralverbandes Gartenbau "Entente Florale Deutschland" die nachhaltige Stadtbegrünung fördern und damit mehr Lebensqualität im öffentlichen, privaten und gewerblichen Bereich schaffen. Weitere Ziele sind die Gestaltung sowie der Erhalt l(i)ebenswerter Städte und Gemeinden, der Schutz von Natur und Umwelt im besiedelten Raum, die Förderung von Handel und Gewerbe durch die Schaffung von vielfältigen, lebendigen Innenstädten und die Unterstützung des Engagements von Bürgern und Bürgergruppen.

 

An dem Wettbewerb beteiligen sich in diesem Jahr neben Magdeburg folgende Städte und Gemeinden: Überlingen (Baden-Württemberg), Deggendorf, Kronach, Schwabach (Bayern); Guben (Brandenburg); Bad Nauheim, Bensheim, Geisenheim, Rotenburg an der Fulda (Hessen); Goslar, Hameln, Hildesheim, Melle (Niedersachsen); Billerbeck, Brilon, Grevenbroich, Gronau, Rheda-Wiedenbrück, Rüthen, Straelen (Nordrhein-Westfalen); Kirchheimbolanden (Rheinland-Pfalz); Illingen (Saarland); Glauchau, Kamenz, Lauta, Oelsnitz, Schwarzenberg (Sachsen); Haldensleben (Sachsen-Anhalt); Kiel (Schleswig-Holstein); Gera, Gotha, Sömmerda (Thüringen). Der Wettbewerb fand erstmals im Jahr 2001 statt und wird jährlich neu ausgeschrieben.

 

Träger des Wettbewerbes sind der Zentralverband Gartenbau (ZVG), der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Tourismusverband. Mitglieder der vom Komitee eingesetzten Jury sind Persönlichkeiten aus der Stadt- und Landschaftsplanung sowie aus den Bereichen Tourismus und Gartenbau.

 

Die Jury kann bei der Bewertung einer teilnehmenden Stadt maximal 100 Punkte vergeben. Dabei werden die fünf Hauptkriterien "Öffentlicher Bereich", "Privater Bereich", Gewerblicher Bereich, Natur- und Umweltschutz sowie der Gesamteindruck berücksichtigt. Für insgesamt 90 bis 100 Punkte verleihen die Juroren eine Goldmedaille, für 80 bis 89 Punkte eine Silbermedaille und für 70 bis 79 Punkte eine Bronzemedaille. Außerdem werden, unabhängig von der erreichten Punktzahl, Sonderpreise vergeben.

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb sind im Internet unter www.magdeburg.de/entente zu finden.

 

Hintergrundinformationen zu den Grünflächen in Magdeburg

In Magdeburg gibt es derzeit rund 1.400 Hektar öffentliche Grünanlagen. Das sind etwa 6,7 Prozent der gesamten Stadtfläche. Weitere 123 Hektar nehmen die Flächen der Friedhöfe ein. Die etwa 17.000 Kleingärten in der Elbestadt haben eine Gesamtfläche von 981 Hektar. Seit 1990 wurden in der Elbestadt rund 32.000 neue Bäume und Großsträucher gepflanzt. Auf dem gesamten Magdeburger Territorium gibt es momentan rund 3.200 Hektar Grünflächen.

 

Hintergrundinformationen zu Maßnahmen im Sanierungsgebiet Buckau 2005

Im Sanierungsgebiet Buckau stehen in diesem Jahr aus Mitteln der Städtebauförderung rund 2,8 Mio. Euro sowie aus dem Programm Urban 21 etwa 3,15 Mio. Euro zur Verfügung.

 

Die wichtigsten Vorhaben in diesem Jahr sind die Umgestaltung von Brachflächen zur Grünen Mitte (3. Bauabschnitt), die Errichtung des Gartens für Kinder, die Umgestaltung des Elbufers (Fuß- und Radwegbrücke über die Klinke, Fertigstellung der Freiflächen am Elbufer zwischen Klinke und Sülzeberg), die Sanierung der verlängerten Thiemstraße (zur Elbe) mit Parkplätzen, die Umgestaltung des Thiemplatzes (Parkplatz Köthener Straße/Ecke Schönebecker Straße), der Baubeginn für den Parkplatz am Elbebahnhof, die Sanierung und Umnutzung der Feuerwache Buckau zum Kultur- und Bürgertreff, die Sanierung des Literaturhauses sowie die Unterstützung von privaten Teil- und Komplettsanierungen von Häusern und Gebäuden.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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