Städtisches Serviceangebot macht ältere und behinderte Mitbürger mobil
Sonderprogramm zu aktivierenden Hilfen soll Teilhabe ermöglichen
Magdeburg.
Wer sich bisher aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen außerstande sah, alleine Einkäufe zu erledigen oder Spaziergänge im Park zu unternehmen, kann nun auf kostenfreie Hilfe hoffen. Mit einem neuen Serviceangebot bieten die gemeinnützige Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung (AQB) und das Gesunde Städte Projekt seit Beginn dieser Woche älteren oder behinderten Bürgerinnen und Bürger kompetente Begleitung an, um Alltagsfertigkeiten zu üben.
In dem vom Jobcenter ARGE geförderten Programm "Aktivierende Hilfen für alte und/oder behinderte Menschen" hat die Gesellschaft 30 zum Teil langzeitarbeitslose Frauen über 50 Jahre geschult, Betroffene fachgerecht zu unterstützen. Unter der Rufnummer 0391/727 26 13 können die Serviceangebote abgefragt werden.
"Mit dieser Initiative möchten wir gerade jenen Bürgerinnen und Bürgern mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen, denen dies aufgrund ihrer körperlichen Beeinträchtigungen schwer fällt", erklärt die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Beate Bröcker zum Hintergrund. "Gemeinsam mit unseren Projekt-Mitarbeiterinnen - so hoffen wir - können die Betroffenen länger selbstständig bleiben," wünscht sich die Initiatorin.
Gemeinsame Spaziergänge und Einkäufe können dabei einen Einstieg bieten, weiß auch Ursula Fahtz von der AQB. Die Geschäftsführerin der städtischen Beschäftigungsgesellschaft sieht das Spektrum der Serviceangebote aber durchaus breiter: "Regelmäßige Gespräche oder Spielangebote können ebenso mobilisierend wirken wie die Unterstützung zur Teilnahme an Freizeitangeboten und Veranstaltung", erläutert sie.
Seine Beschränkung findet das Angebotsspektrum nach Aussage der Geschäftsführerin jedoch durch den rechtlich vorgegebenen Rahmen: Im Rahmen der Arbeitsförderung kann die Gesellschaft nur solche Leistungen erbringen, die nicht von Pflegediensten oder Krankenkasseninitiativen abgedeckt werden. Ursula Fahtz: "Pflegerische Tätigkeiten, Mahlzeitendienste oder Rufbereitschaften - all dies ist Sache von Profis. Unser Engagement richtet sich auf die nicht minder wichtigen Nebenschauplätze."
|