Stadtjubiläum Magdeburg 12hundert
Die Highlights der Woche vom 21. bis 28. August 2005
Magdeburg.
1200 Jahre ist es her, dass Magdeburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Wenn das kein Grund zum Feiern ist ...
... und das tut die Stadt ein ganzes Jahr mit rund 250 großen und kleinen Veranstaltungen. Und weil zu einem so runden Jubiläum Gäste gern gesehen sind, laden wir Besucher aus nah und fern ein, mit uns gemeinsam zu feiern. Dies sind die Veranstaltungen der kommenden Woche:
Am 21. August von 10.00 bis 15.00 Uhr im Stadtpark Rotehorn
"Magdeburg läuft" - zum zweiten Mal
Im Magdeburger Stadtpark Rotehorn wurde im Juli 2004 eine Laufstrecke von eineinhalb Kilometer Länge in einem Rundkurs abgesteckt. Ziel war es, möglichst viele Runden zu drehen. Die Laufleistung wurde nach Absprache durch einen oder mehrere persönliche Paten des Läufers sowie von Sponsoren vergütet und die so erwirtschaftete Summe einem guten Zweck zugeführt. In diesem Jahr soll am 21. August an den Erfolg des letzten Jahres angeknüpft werden. Ab neun Uhr werden die Startnummern mit Laufchips ausgegeben. Um zehn Uhr erfolgt der erste Startschuss, danach kann zu jeder vollen Stunde gestartet werden, letztmalig um 14 Uhr. Die Teilnehmer laufen auf der 1,5 Kilometer langen Strecke um den Adolf-Mittag-See mit dem Ziel, möglichst viele Runden zurückzulegen, denn mit jeder Runde wird bares Geld erwirtschaftet. Natürlich dürfen auch Pausen eingelegt werden. Die Läufer werden kostenlos mit Getränken versorgt. Jeder - ob klein oder groß, Aktiv- oder Gelegenheitssportler, jung oder alt - ist wieder zum Mitmachen eingeladen. Mit den Erlösen wird in diesem Jahr der integrative Kindergarten "Kuschelhaus" in Magdeburg unterstützt.
Info: Leo-Club Magdeburg, Tel.: (01 71) 4 83 59 21,
www.magdeburg-laeuft.de
Am 21. und 22. August jeweils um 20.30 Uhr
im Kloster Unser Lieben Frauen
Musical-Report: "Der König kommt um 12"
Im Musical-Report von Friedhelm Ruschak drehen sich 12 historische Persönlichkeiten - Kaiser Otto der Große, seine Frauen Editha und Adelheid, die Magdeburger Elbjungfrau, Dr. Eisenbarth, Till Eulenspiegel, General Friedrich Wilhelm von Steuben, Otto von Guericke, Hauptmann Igor Bjelikow, Ernst Reuter und Willi Polte - im Zeitreigen der 12 Jahrhunderte. Ein sehens- und hörenswerter, fantasievoller Musical-Ausflug mit Chris Guht (gt), Uwe "Holly" Hollatz (keyb), Sebastian Symanowski (dr) und Friedhelm Ruschak (bg). Alle Bandmitglieder treten auch als Akteure auf der Szene auf, dazu kommen die Solisten Thilo Wübbenhorst, Sylvia Lemma, Jonathan und Willi Failla; Regie führte Jonathan Failla.
Info: Friedhelm Ruschak, Tel.: (03 91) 7 33 73 43,
www.friedhelm@ruschak.de,
Karten in der Tourist-Information,
im Volksstimme-Service-Center und bei Karstadt.
Am 25. August um 21 Uhr auf dem Domplatz
Großer Zapfenstreich zum Stadtjubiläum Magdeburg 12hundert
Die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts erlebt am 25. August von 21 bis 21.45 Uhr ein erstrangiges militärisches Zeremoniell anlässlich des Stadtjubiläums Magdeburg 12hundert. Das Wachbataillon der Bundeswehr tritt zu Ehren der Stadt und ihrer Bürger zum "Großen Zapfenstreich" an. Diese feierliche Abendmusik wird vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr aus Berlin aufgeführt und von Fackelträgern stimmungsvoll umrahmt. Alle Magdeburger und ihre Gäste sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Das MDR-Fernsehen überträgt für alle Freunde der Militärmusik ab 21 Uhr den Großen Zapfenstreich live in voller Länge.
Mit seiner Spielfolge von Trommel- und Pfeifenstücken, Reitersignalen und dem Gebet erinnert der Große Zapfenstreich an Traditionen der deutschen Militärmusik: Trommel und Pfeife stehen für das Spiel der Landsknechte; Trompeten und Pauken für die Reiterei. Das im wesentlichen unveränderte Zeremoniell entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab 1922 wurde dem Großen Zapfenstreich die Nationalhymne hinzugefügt. Seine Aufführung ist ein seltenes Ereignis und nur zu protokollarischen und besonderen militärischen Anlässen erlaubt. Mitwirkende sind immer ein oder mehrere Musikkorps, zwei Züge Begleitkommando unter Waffen und Fackelträger als Ehrenformation.
Das Zeremoniell umfasst den Aufmarsch der Ehrenformation, die Aufführung der Serenade und des Großen Zapfenstreichs sowie den Ausmarsch der Ehrenformation. (Der Eintritt ist frei)
Bereits um 16.30 Uhr findet auf dem Domplatz das Feierliche Gelöbnis junger Soldaten aus Sachsen-Anhalt und Thüringen statt, bei dem sie geloben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen. Auch hierzu sind Besucher herzlich eingeladen.
Info: Verteidigungsbezirkskommando 82, Tel.: (0391) 73 88 93 83
Am 28. August ab 10 Uhr im Elbauenpark
Zukunft: Gemeinsam! - Fest der Kirchen im Elbauenpark
Beim Fest der Kirchen für die ganze Familie geht es am 28. August ab 10 Uhr im Magdeburger Elbauenpark um "Zukunft: Gemeinsam". Es beginnt mit einem Fernsehgottesdienst auf der Seebühne. Das gesamte Areal wird in einen bunten Marktplatz verwandelt, der Unterhaltung, Konzerte und Gesprächsmöglichkeiten für Jung und Alt bietet.
Info: Christen in Magdeburg, Tel.: (039292) 6 67 01; www.cimd.de
Bis 28. August jeweils um 20 Uhr im Theater an der Angel, Zollstraße 19
"Jubiläum de la Maison" nach Anton Tschechow
Das "Jubiläum de la Maison" des Theaters an der Angel feiert im diesjährigen Sommertheater erstens die 12hundert-Historie Magdeburgs, zweitens das 15-jährige Jubiläum des Theaters an der Angel und drittens das Firmenjubiläum der "Bank für gegenseitigen Kredit". Letzteres beschreibt Anton Tschechow in seinem Einakter "Das Jubiläum". "Fantasie als Stammkapital", würdigte der Kritiker Andreas Hillger den heiteren Theaterabend rund um die traditionsreiche Zuckschwertsche Villa und am Zollstraßen-Elbufer. Gespielt wird jeweils mittwochs bis sonntags um 20 Uhr.
Info: Theater an der Angel, Tel.: (03 91) 5 55 65 55;
www.theateranderangel.de
Am 28. August, 20 Uhr, Treffpunkt:
Universitätsplatz/Haupteingang opernhaus
"Belichtungszeit: 1200" II - 12 Kapitel Kinogeschichte in Magdeburg
Das Projekt "belichtungszeit: 1200" II hätte sich wegen der großen Anzahl von Kinos auch ganz allein auf den Breiten Weg beziehen können. Die "Clou-Lichtspiele", die "Casino-Lichtspiele", das "Tonbildtheater" oder die "Kammerlichtspiele" gehörten dazu, wie das "Apollo" oder "Fata Morgana" in angrenzenden Straßen. All diese Lichtspielhäuser mit ihren Bildnissen und Episoden gehören zu den Kapiteln 7 und 8. Ins Blickfeld der historischen Kino-Exkursion rücken außerdem die "Passage-Lichtspiele" und das "Panorama".
Zum Abschluss der Kinowanderung um 22 Uhr ist der Film "Die drei von der Tankstelle", entstanden 1930, zu erleben.
Info: ARTist! e.V., Tel.: (0171) 2 40 15 97, www.absolutartist.de
Laufende Ausstellungen:
Bis 4. September im Forum Gestaltung, Brandenburger Straße 9/10
"Schatten der Schönheit" - Werke des Malers Dieter M. Weidenbach
Unter den Titel "Schatten der Schönheit" sind großformatige Bildtafeln des Berliner Malers und Bildhauers Dieter M. Weidenbach im Foyer des Forums Gestaltung, der einstigen Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in der Brandenburger Straße 9/10, zu sehen (täglich von 10 bis 18 Uhr, Eintritt frei)
Bis 4. September 2005 im Kulturhistorischen Museum
Sonderausstellung "Magdeburg 1200 - Mittelalterliche Metropole, Preußische Festung, Landeshauptstadt - Die Geschichte der Stadt von 805 bis 2005"
Die Ausstellung "Magdeburg 1200 - Mittelalterliche Metropole, Preußische Festung, Landeshauptstadt" im Kulturhistorischen Museum zeigt Magdeburg im Brennpunkt europäischer Ereignisse und Entwicklungen. Hochkarätige Ausstellungsstücke dokumentieren die Entwicklung Magdeburgs von den Anfängen bis zur heutigen Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Die Exposition präsentiert 2000 Objekte auf über 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche, darunter zahlreiche Leihgaben aus europäischen Museen, Sammlungen und Archiven. (Eintritt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro). Geöffnet Di-So von 10 bis 17 Uhr, Donnerstag bis 19 Uhr. Für Abendbesucher ab 16 Uhr (donnerstags ab 17 Uhr) nur 2 Euro Eintritt.
Info: Kulturhistorisches Museum, Tel.: (03 91) 5 35 48 14,
www.magdeburg1200.de
Bis 4. September in der Gedenkstätte Moritzplatz
Sonderausstellung "Herbst 1989 in Magdeburg"
Die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 ließ den real existierenden Sozialismus endgültig scheitern. Die Ausstellung will an den Mut der Menschen in Magdeburg im Herbst 1989 erinnern (Eintritt frei)
Geöffnet bis 4. September 2005, Montag bis Mittwoch von 9 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.
Bis 11. September im FotoAreal 12hundert, Regierungsstraße 37e (ehemaliger Intershop)
Fotoausstellung "Tangente" von Susanne Huth
Die aus Magdeburg stammende Fotografin Susanne Huth reflektiert in ihrer Ausstellung "Tangente" ihre Wurzeln und ihren künstlerischen Aufbruch. Der Titel erinnert an die Stadtautobahn, die in Magdeburg die Stadtteile und Menschen verbindet.
Gegliedert ist die Exposition in vier thematische Komplexe mit insgesamt rund 60 Fotos. "Gloria" erinnert an versunkene, verwandelte Magdeburger Kinos vom Theater des Nordens bis zum Palast-Theater. "Poesie" wiederspiegelt Kindersicht, im Foto geschildert mit dem Kameraauge der Erwachsenen und kontrapunktiert mit Bildern aus dem alten Poesiealbum. Der Zyklus "Milch" reflektiert Weiß als Symbolfarbe der Reinheit und Unberührtheit und das Getränk Milch als Assoziation von Kindheit, Geborgenheit, Heimat. "Going fishing" schließlich ist ein Exkurs durch die Magdeburger Siedlung Friedensweiler am Rande der Stadt, wo sie sich auflöst und in Natur übergeht.
Die Ausstellung "Tangente" ist bis zum 11. September im FotoAreal 12hundert in der Regierungsstraße 37e (ehemaliger Intershop) zu sehen. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, sonnabends/sonntags von 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Info: Büro 12hundert, Tel.: (0391) 53 53 92 00; www.12hundert.magdeburg.de
Bis 31. Oktober 2005 im Technikmuseum, Dodendorfer Straße
"Innovation und Unternehmertum" und "Der Breite Weg"
Die neue Ausstellung "Innovation und Unternehmertum - Frühes Ingenieurwesen in Magdeburg" im Magdeburger Technikmuseum in der Dodendorfer Straße präsentiert die Anfänge der Industrialisierung in Magdeburg und gibt einen Überblick über deren Standorte. Im Mittelpunkt der Exposition steht die Geschichte der "Gründerväter" Samuel Aston, Ernst Rudolf Wolf, Hermann Gruson, Eugen Polte oder Bernhard Schäffer und Christian Friedrich Budenberg. Zu den Exponaten zählen u.a. eine Lokomobile und Manometertechnik von Schäffer & Budenberg.
Weiterhin ist gleichfalls im Technikmuseum die Ausstellung "Der Breite Weg - ein verlorenes Stadtbild" zu sehen. Sie lässt die einstmals schönste Barockmagistrale Deutschlands auf rund 50 Meter Länge als aufwändige Fotorekonstruktion im Maßstab 1:35 wieder auferstehen.
Geöffnet Di.-So. von 10 bis 17 Uhr. Eintritt: 2 Euro
Info: Technikmuseum, Tel.: (03 91) 6 22 39 06, www.technikmuseum-magdeburg.de
Bis 31. Dezember in der Flurgalerie des Büro- und Tagungscenters Magdeburg, Rogätzer Str. 8
Fotoausstellung: "Magdeburg - eine Stadt in der Veränderung"
Themen der Fotoausstellung des Arbeitskreises Fotografie sind u. a. Magdeburg von Gotik bis Moderne die Johanniskirche, Magdeburgs älteste Stadtkirche (Fotoreportage), Magdeburger Denkmäler und Skulpturen sowie die Magdeburger in ihrer Stadt. (Eintritt frei)
Geöffnet Mo.-So. von 10 bis 19 Uhr
Info: Arbeitskreis Fotografie, Tel.: (0391) 7 39 28 05
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