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Magdeburg, 08. September 2005
"Tag des Kinderkrankenhauses" im Städtischen Klinikum Magdeburg

Am 18. September werden angeregt und unterstützt durch den Verband der Kinderkrankenhäuser Deutschlands, die Gkind, bundesweite Kinderkrankenhäuser, Kinderkliniken und Kinderabteilungen in einer gemeinsamen Aktion auf Probleme und Sorgen der stationären Pädiatrie aufmerksam machen.

In ganz Deutschland werden stationäre Kindereinrichtungen ihre Türen öffnen und in den Medien zur Situation der Kinderkrankenhäuser Stellung nehmen.

Auch das Städtische Magdeburg beteiligt sich an dieser Aktion. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, gemeinsam mit weiteren an der Kinderversorgung beteiligten Bereichen, wie Kreißsaal und Wochenstation laden an diesem Tag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr zum Tag der offenen Tür nach Olvenstedt ein. Kinder, Eltern, Angehörige, aber auch jeder interessierte Bürger kann sich vor Ort über die Behandlung kranker Kinder auf der Kinderstation, auf der Neugeborenen-Intensivstation, zur Betreuung von Mutter und Kind im Kreißsaal und auf der Wochenstation informieren.

In der Kinderfachambulanz werden Körpergröße, Körpergewicht und Blutdruck bestimmt, die Eintragung der Werte in Perzentilkurven oder die Bestimmung des Body-Mass-Index geben Auskunft über den Stand der kindlichen Entwicklung. Mitarbeiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie informieren zu Betreuungs- und Behandlungsmöglichkeiten im neu eröffneten Klinikbereich. Ernährungsberatung, Besichtigung von Intensivmobil und Rettungshubschrauber sind weitere Programmpunkte an diesem Tag. An einem echten Simulator für Knopflochchirurgie können die Besucher ihre Geschicklichkeit bei der "Operation" von Gummibärchen testen.

Aber auch Spiel und Spaß sollen nicht zu kurz kommen. Bastelstraße und Wettspiele laden zum Mittun ein. Für das körperliche Wohlbefinden sorgen Kuchenbasar und Salatbüffet.

Mit dem Aktionstag wollen die Mitarbeiter der Klinik für Kinder und Jugendmedizin nicht nur über ihre Arbeit informieren, sondern auch auf die speziellen Problemen der stationären Kinderheilkunde aufmerksam machen.

Sinkende Kinderzahlen, insbesondere im Osten Deutschlands durch deutliche Geburtenrückgänge, Abwanderungen von Jugendlichen und jungen Familien in andere Regionen sowie mangelnde Abbildung und damit Bezahlung von Kinderbetreuungs- und Kinderbehandlungsleistungen im Krankenhaus durch das neue Entgeltsystem (DRG), drängen immer mehr stationäre Kindereinrichtungen an den Rand der Existenz. Gleichzeitig ist der Trend aus Kostengründen, Kinder in Erwachseneneinrichtungen zu behandeln, nicht zu übersehen. Nach Umfragen der Gkind werden 40 % der Kinder im Krankheitsfall in Erwachsenenkliniken betreut. Fehlende kindgerechte Umgebung, fehlendes Fachpersonal, mangelndes ärztliches Wissen um die Spezifik der kindlichen Entwicklung und Behandlung kindlicher Erkrankungen werden dabei billigend in Kauf genommen.

Jedes Kind hat ein Recht auf eine kind- und qualitätsgerechte Behandlung im Krankenhaus. Kinderkrankenhäuser, Kinderkliniken und Kinderabteilungen sind die qualifizierten Versorgungseinrichtungen für stationär zu behandelnde Kinder und sollten deshalb auch für die Behandlung kranken Kinder genutzt werden.

 

Piloten und Notärzte des Rettungshubschraubers

Christoph 36 zeigen ihren Arbeitsplatz und natürlich darf

auch fast alles angefasst und ausprobiert werden

Foto: Städtisches Klinikum Magdeburg



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