Ergebnisse der 1. Stadtteilkonferenz Herten Süd
11.09.2005 | Herten
Bürgermeister begrüßt rege Teilnahme
Unter großer Bürgerbeteiligung und angereichert durch zahlreiche Vorschläge und Ideen fand am Sonntag die Erste Stadtteilkonferenz unter dem Motto „Süd erblüht“ statt. Kritik und Wünsche der Teilnehmer wurden erfasst und sollen nun Schritt für Schritt abgearbeitet werden.
Die Initiatoren des Projekts – Stadtbaurat Volker Lindner, STEP-Leiter Wolfgang Seidel und Projektleiterin Dr. Claudia Fründ – verfolgen im Wesentlichen folgende Ziele:
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Minderung der sozialen Konflikte: Integration statt Segregation
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Minderung der Konflikte zwischen Jung und Alt
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Verbesserung der Geschäftsstrukturen an der Ewaldstraße
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Verschönerung des Straßenbildes der Ewaldstraße
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Anpassung der Wohnstrukturen an die heutige gesellschaftliche Struktur
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Anpassung der öffentlichen Infrastruktur an die demografischen und sozialen Entwicklungen
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Verbesserung der Verkehrsverhältnisse an der Ewaldstraße
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Kurz: die Menschen sollen sich in Herten Süd wohl fühlen und gerne dort leben
Bei den Stadtteilbegehungen, die auf drei verschiedene Routen durchgeführt wurden, kristallisierten sich bereits erste Ergebnisse heraus. Ziel der Begehungen war hauptsächlich, die bestehenden Zustände festzuhalten. Aber auch hier wurden bereits lebhafte Diskussionen geführt und Handlungsbedarf wie Handlungsmöglichkeiten festgestellt.
Bürgermeister Dr. Uli Paetzel zeigte sich erfreut über das große Interesse und die konstruktiven Gespräche: "Das Projekt lebt von Bürgerbeteiligung, deshalb wünsche ich mir, dass die interessierten, kritischen und kreativen Süder sich anschließen und ihre Meinungen und Ideen einbringen."
Auf der anschließenden Konferenz wurden folgende Ergebnisse zusammengefasst:
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Es bestehen bereits konkrete Ansätze zur Nachfolgenutzung einiger leerstehender Gebäude an der Ewaldstraße. Dennoch nimmt die Projektleitung gerne weitere Anregungen auf bzw. bietet potenziellen Investoren die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen.
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Nach Möglichkeit sollten die leerstehenden Gebäude innerhalb ihrer ursprünglichen Gebäudestrukturen umgenutzt werden, wie dies zum Beispiel bei der Pestalozzischule der Fall ist.
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Durch die Entwicklung freier Grundstücke sollen neue Lebens- und Arbeitsräume geschaffen werden.
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Im Bezug auf seniorengerechtes Wohnen sind zum Teil noch Aktualisierungen und Ausbau nötig.
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Die Teilnehmer der Stadtteilkonferenz fordern außerdem eine Vermischung im Bereich der Wohnnutzung. Senioren und junge Familien sollen in denselben Gegenden angesiedelt werden, um eine „Ghetto-Bildung“ zu verhindern.
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Das ehemalige Reibnitz-Gelände ist vielen Anwohnern ein Dorn im Auge – es soll geprüft werden, inwieweit es sich für Seniorenwohnungen oder ähnliches nutzen lässt.
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Handlungsbedarf sehen die Anwohner auch in punkto Verkehrssituation: sie fühlen sich durch Verkehrslärm in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Da Straßenumbaumaßnahmen nicht aus den Fördertöpfen des Projekts „Stadtumbau-West“ finanziert werden kann, wird die Verwaltung prüfen, ob sich andere Fördermittel dafür finden.
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Das reichhaltige Angebot des AWO-Kindergartens ist noch nicht allen Eltern bekannt. Hier besteht Informationsbedarf.
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Die Waldschule, die mit verschiedensten Institutionen kooperiert, bietet zahlreiche Freizeitaktivitäten (auch interkulturelle Projekte). Auch dieses Angebot sollte stärker hervorgehoben werden.
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Das Gebiet „In der Feige“ ist insgesamt attraktiv. Die Kinder in dieser Gegend wünschen sich aber – anstelle der Garagen – im Bereich Elisabethstraße einen Bolzplatz oder Ähnliches.
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Unter dem Motto „Viele Kulturen – ein Leben“ arbeitet das Quartiersmanagement in der Elisabethstraße/Sophienstraße an Projekten zu Integration und bietet Hilfestellung im Alltag.
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Die AWO berät und betreut Senioren in Fragen zum betreuten Wohnen.
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Als Problem stellte sich die Nutzung der Spielplätze im Stadtteil heraus: Kinder berichten, dass Jugendliche die Spielplätze regelrecht „belagern“ und die Kleinsten vertreiben würden. Dagegen muss im Rahmen des Projekts vorgegangen werden, nicht ohne jedoch auch für die Jugendlichen Alternativen und neue Treffpunkte zu schaffen.
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Allgemein wünschen sich die Teilnehmer insgesamt mehr Perspektiven für junge Familien.
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Das Kinder- und Jugendhilfehaus FleX, das ambulante und stationäre Hilfestellung für Mädchen bietet, wird – obwohl sein Einzugsgebiet über Herten-Süd hinausgeht – mit in das Projekt einbezogen.
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Der Haci Bayram Kulturverein der DITIB-Gemeinde, dem mittlerweile 170 türkische Familien angehören, leistet religiöse wie soziale Arbeit und hat – nicht zuletzt durch seine aktive Frauengruppe – bereits viel bewegt. Die Vereinigung wird sich ebenfalls am Projekt „Süd erblüht“ beteiligen.
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Das Atelier Regenbogen, das in der ehemaligen Hedwigschule angesiedelt ist, schafft Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten für rund 65 Menschen (vorwiegend Asylbewerber). In absehbarer Zeit wird die Initiative neue Räumlichkeiten benötigen.
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In der kleinsten Grundschule der Stadt, der Augustaschule, wurden bereits Maßnahmen zur Verschönerung des Schulhofes getroffen. Allerdings wünschen sich Schulleitung und Eltern mittel- oder langfristig auch ein neues „Gesicht“ für das Schulgebäude.
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Die beiden Kirchen Johanneskirche (evangelisch) und St.-Josef (katholisch) kämpfen mit sinkenden Mitgliederzahlen und finanziellen Problemen.
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Weniger Schwierigkeiten hat die griechische Gemeinde „Hl. Dimitrios“ an der Herner Straße, die momentan über 3000 Mitglieder zählt, und deren Einzugsbereich weit über die Hertener Grenzen hinaus reicht.
Deutlich wurde bei den abschließenden Diskussionen auch, dass sich die Bürger mehr Sauberkeit und in vielen Bereichen eine ansprechendere Optik für Gebäude und Straßenzüge wünschen. Auch die Forderung nach einer stärkeren Vernetzung der bestehenden Angebote und Träger trifft auf breite Zustimmung – sowohl bei der Projektleitung, als auch bei den beteiligten Akteuren. Parallelstrukturen sollen hierbei jedoch nicht geschaffen werden.
Insgesamt setzt die Projektleitung auf einen kontinuierlichen Dialog mit den Süder Bürgern. Es sollen Multiplikatoren gefunden werden, die jeweils zeitnah in ihren Arbeitskreisen über die Fortschritte des Projekts berichten und neue Vorschläge sammeln.
Nähere Informationen erhalten Sie bei der Pressestelle der Stadt Herten sowie unter
http://www.herten.de/bauen/hertensued/inhalt.htm
Pressekontakt: Pressestelle, Nele Däubler (Pressesprecherin), Tel: 02366/303-357, Mail: n.daeubler@herten.de



