Leer/Weener -Als unausgegoren und übereilt hat Landrat Bramlage die Entscheidung der Ostfriesischen Landschaft bezeichnet, das Organeum in Weener zu schließen und an den Sitz der Ostfriesischen Landschaft nach Aurich zu verlagern.
Von der Entscheidung des Kollegiums, dessen Mitglied er sei, habe er erst durch die Berichterstattung in der Rheiderland-Zeitung erfahren, in der Helmut Collmann als Landschaftspräsident die Entscheidung des Kollegiums, die bereits in der Sitzung am 11. August getroffen worden sei, bestätigt habe.
An der Sitzung des Kollegiums am 11. August habe er nicht teilnehmen können. Mindestens ein weiteres Mitglied des achtköpfigen Kollegiums sei ebenfalls verhindert gewesen. Er hätte erwartet, dass die Entscheidung über diese für die Stadt Weener, das Rheiderland und auch den Landkreis Leer so wichtige Frage deshalb entweder zurückgestellt oder doch zumindest mit ihm und vor allem der Stadt Weener vorher eingehend besprochen worden wäre. Auch eine Information im Anschluss an die Sitzung sei nicht erfolgt. Stattdessen müssten die Stadt Weener und der Landkreis Leer diese für das kulturelle Leben in Weener und im Rheiderland schwerwiegende Entscheidung vier Wochen später aus der Zeitung erfahren.
Mit Unverständnis habe er auch den Hinweis von Bürgermeister Peter Freesemann zur Kenntnis genommen, dass mit der Stadt Weener im Vorfeld zwar über die finanziellen Probleme der Ostfriesischen Landschaft mit dem Organeum, nicht aber über die geplante Verlagerung von Weener nach Aurich gesprochen worden sei.
Die finanzielle Belastung der Ostfriesischen Landschaft durch das Organeum zwinge zweifellos zum Handeln, so Landrat Bramlage. Er vermisse aber im Vorfeld eine eingehende Erörterung und Prüfung alle denkbaren Möglichkeiten, um das Organeum in Weener zu erhalten. Die Konzentration von Einrichtungen der Ostfriesischen Landschaft in Aurich sei keine akzeptable kulturpolitische Strategie für Ostfriesland. Die Stadt Weener verdiene jede Unterstützung bei ihren Bemühungen, das Organeum dort zu halten.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Herbert Buscher
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