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Lutz Görner spricht Heinz Kahlau

Eine Lesung mit musikalischer Untermalung

23. September 2005. Am Samstag (01.10.) hat die Midlife-Company den namhaften Rezitator Lutz Görner und den bisher vor allem im Osten Deutschlands bekannten Lyriker Heinz Kalau ins Stadtmuseum eingeladen. Der Abend wird von Stefan Sell an der Gitarre begleitet.

Die meisten wimmeln heutzutage schon ab, wenn sie den Begriff Lyrik hören. "Nö", werden viele sagen, "da entspanne ich doch lieber bei guter Musik. Nach einem anstrengenden Tag möchte ich mir nicht auch noch Gedanken über schwer verdauliche Lyrik machen müssen."

Aber – wer hat Lutz Görner schon mal live erlebt? Viele werden von ihm als Deutschlands führenden Rezitator bereits gehört haben. In seiner Person verbinden sich schauspielerische und didaktische Begabung mit umfassender Bühnenerfahrung und der Gründlichkeit eines Forschers, der bis zu 3 Jahren in die Vorbereitung eines einzigen Programms investiert. Diese intensive Auseinandersetzung mit dem Autor charakterisiert seinen Bühnenauftritt. Die Nähe, die sich Lutz Görner zum Leben und Werk eines Autors verschafft, lässt schließlich auch den Funken zum Publikum überspringen und macht das Werk des Autors lebendig.

Heinz Kahlau, dessen Gedichte in den Schulen der DDR auswendig gelernt wurden, war trotz dieser Tatsache ein äußerst kritischer Begleiter seines Staates. Im Westen so gut wie nie verlegt, ist er dennoch heute der auflagenstärkste Lyriker der beiden deutschen Teile. Heinz Kahlau, in dessen Wohnzimmer Wolf Biermann seine neuen Lieder vorgestellt hat, der Manfred Krug als Filmschauspieler entdeckte und der 3 Jahre lang der Meisterschüler Bertolt Brechts bis zu seinem Tode war, sagt über sich selbst: " Ich bin ein Stein, der in keine Mauer passt" und "Ich hab meinem Lied oft genug auf den Hals treten müssen". Aber er sagt auch: "Alles, was wahr ist, kann leise sein."

Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr. Karten gibt es an der Info-Zentrale im Rathaus, im BZ-Ticketcenter und im Buchladen in der Sternstraße.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de


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