Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 04. Oktober 2005
Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters

Magdeburg.

Jahr der Wissenschaft 2006

Nachdem Magdeburg beim Endausscheid um die Stadt der Wissenschaft 2006 am 15. März in Bremen knapp gescheitert war, soll 2006 in Magdeburg - wie bereits angekündigt - das Jahr der Wissenschaften stattfinden. Mit einem Grundsatzbeschluss soll der Stadtrat dafür am 3. November die organisatorischen und finanziellen Weichen stellen. Die Stadt wird 300.000 Euro für das Jahr der Wissenschaft einstellen und außerdem Sponsorengelder einwerben. Zur professionellen Vorbereitung und Durchführung soll beim Beigeordneten für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit ein Projektbüro eingerichtet werden.

Das "Jahr der Wissenschaft 2006" schließt direkt an das Wissenschaftsengagement des Jahres 2005 an. Es führt die Bewerbung im deutschlandweiten Städtewettbewerb "Stadt der Wissenschaft" und das europäische Engagement Magdeburgs um eine Vernetzung der europäischen Wissenschaftsregionen weiter. Das "Jahr der Wissenschaft 2006" schließt aber auch direkt an das historische Jubiläumsjahr 2005 an und widmet sich der außergewöhnlichen Historie Magdeburgs ebenso wie den innovativen Zukunftsaussichten.

Das "Jahr der Wissenschaft 2006" ist eine Initiative der gesamten Stadt. Aufbauend auf der Bewerbung zur "Stadt der Wissenschaft" wird das Jahr der Wissenschaft getragen durch alle wissenschaftlichen Einrichtungen in Magdeburg, ebenso wie durch Institutionen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Das "Jahr der Wissenschaft" besteht aus einem Veranstaltungsprogramm mit über 100 Einzelveranstaltungen. Die Höhepunkte und Eckpfeiler werden durch fünf Großveranstaltungen gesetzt, die durch ein zentrales Projektbüro in Zusammenarbeit mit allen Partnern organisiert werden. Diese Highlights werden ergänzt durch wenige, attraktive, ganzjährige Aktionen, die in gewissen Abständen immer wieder über das ganze Jahr 2006 auftreten. Um diese Großveranstaltungen herum gruppiert sich eine Vielzahl von kleineren Einzelveranstaltungen, die von den Partnerinstitutionen allein oder gemeinsam in der Regel in Eigenregie organisiert werden. Diese Veranstaltungen sind zu Marketingzwecken und zur Zielgruppenansprache sechs thematischen Strängen zugeordnet.

Handball-WM 2007

Die Stadt Magdeburg wird die Handball GmbH mit der Organisation und Gruppenspielen zur Handball-WM 2007 beauftragen. Einen entsprechenden Beschluss soll der Finanz- und Grundstücksausschuss in seiner Sitzung am 26. Oktober fassen. Zur Übernahme des finanziellen Risikos will die Stadt bis zu 250.000 Euro bereit stellen, wobei die Übernahme von 125.000 Euro durch das Land Sachsen-Anhalt beantragt werden. Das Sport- und Schulverwaltungsamt soll die entsprechenden Verträge ausarbeiten.

 

Entgeltordnung des Gesellschaftshauses

Für die Nutzung des sanierten Gesellschaftshauses, das am 14. Oktober feierlich eröffnet wird, soll eine Entgeltordnung in Kraft treten. Ein entsprechender Entwurf wurde heute in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters bestätigt. Er muss nach Beratung in den Ausschüssen vom Stadtrat bestätigt werden.

 

Bebauungspläne

Zur vereinfachten Änderung des B-Planes "Am See - Pechau" wurden die Stellungnahmen der öffentlichen Träger eingeholt. Sie sollen entsprechend dem Abwägungsergebnis des Bauausschusses gebilligt und der geänderte B-Plan als Satzung beschlossen werden.

Zur Errichtung eines Einzelhandelszentrums an der Schönebecker Straße/Bleckenburgstraße soll ein vorhabenbezogener B-Plan aufgestellt werden. Der Stadtrat muss dem - nach Beratung in den Ausschüssen zustimmen.

Die Aufstellungsbeschlüsse zu den B-Plänen "Südliche Havelstraße" und "Korbwerder/Havelstraße" sollen aufgehoben werden. Nach Einschätzung der Verwaltung sind die Pläne für die weitere Entwicklung der Gebiete nicht erforderlich. Ihre Aufhebung muss der Stadtrat - nach Beratung in den Ausschüssen - entscheiden.

 

Sanierung und Umbau der Stadthalle

Für den Umbau und die Sanierung der Stadthalle soll der Stadtrat zunächst die Vorplanung bestätigen und die Planungsmittel zur Erstellung der HU-Bau in Höhe von 960.000 Euro bestätigen. Gleichzeitig soll die Verwaltung Fördermöglichkeiten zur Finanzierung des Gesamtprojektes prüfen und entsprechende Anträge stellen.

Die Stadthalle soll - laut Stadtratsbeschluss von 2002 - als eines der bedeutendsten Gebäude der Stadt Magdeburg sowohl als herausragendes Baudenkmal als auch in funktioneller Hinsicht saniert und umgebaut werden. Dabei sind neben der Erneuerung der allgemeinen Gebäude- und Anlagentechnik sowie der nutzungsspezifischen Anlagen (Bühnen- und Küchentechnik) auch die bestehenden logistischen Probleme zu lösen. Die unzureichenden Sichtbedingungen und die bei zahlreichen Veranstaltungen unakzeptable Akustik des Saales müssen verbessert werden. Ein weiteres wesentliches Problem für die Betreibung und Instandhaltung des Hauses besteht bisher in der Raumanordnung. Die einzelnen Bereiche Gastronomie, Veranstaltung (Öffentlichkeit) und Verwaltung werden beim Umbau durch Neuordnung der Funktionsbeziehungen klar getrennt.

Die ursprüngliche Gebäudehülle wird entsprechend den denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wieder hergestellt. Bereits sanierte Bereiche (Terrasse, Eingangsbereich) können davon ausgenommen werden. Bestandsuntersuchungen haben ergeben, dass die Pfahlgründung nur noch zum Teil tragfähig und demzufolge umfangreich zu ertüchtigen ist. Durch die baulichen und betriebstechnischen Maßnahmen wird die derzeitige energetische Situation wesentlich verbessert.

Mit der Vorplanung wurde eine Variantenuntersuchung in Auftrag gegeben, um diese Probleme - insbesondere die Sichtverhältnisse im Saal - zu lösen. Die vorliegenden Varianten 1 und 4 erfüllen beide die Kriterien zur Schaffung einer den heutigen Ansprüchen gerecht werdenden Veranstaltungshalle, das Raum- und Funktionsprogramm wird jeweils umgesetzt. Die Verwaltung schlägt vor, die Variante 4 umzusetzen, da hier für einen ca. 3%igen finanziellen Mehraufwand ein ungleich höherer Gebrauchswert zu erzielen ist. Durch die Umsetzung der Bühne auf die Nordseite werden die logistischen Probleme besser gelöst, da die langen Transportwege vom Anlieferungsbereich zur Bühne entfallen. Darüber hinaus wird die Bespielbarkeit der Bühne wesentlich dadurch verbessert, dass hier Seitenbühnen zur Verfügung stehen.

 

Brücke Sohlener Straße

Der Stadtrat soll den Ersatzneubau der Brücke Sohlener Straße über die Anlagen der Deutschen Bahn beschließen. Das Vorhaben kostet 5,96 Mio. Euro. Nach Beschluss des Stadrates soll die Verwaltung die Planung beauftragen und Fördermittel beantragen.

Auf Grund des schlechten baulichen Zustandes bzw. der festgestellten Schäden und Mängel sowie der bereits erfolgten Nutzungseinschränkungen, sind an der Brücke Sohlener Straße über die Anlagen der DB AG umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen vorgesehen. Die Nutzung ist bereits in der Verkehrsfläche (eine Spur) und in der Tragfähigkeit auf 24 t reduziert. Bei weiterer Zeitverzögerung der Erneuerung muss wegen Gefährdung des Bahnbetriebes der Überbau entfernt und der Verkehrsweg damit aufgehoben werden.

Entsprechend dem Grundsatzbeschluss des Stadtrates vom 08.05.2003 ist das Bauwerk unter Berücksichtigung der Forderungen der DB AG und des geltenden Kreuzungsrechtes zu erneuern. Die Realisierung der Baumaßnahme ist in den Jahren 2006-2008 vorgesehen. Bisher erfolgten die Überplanung der Brücke, der Abschluss der Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn sowie die Erfassung des notwendigen Leistungsumfanges zur Finanzplanung. Neben dem eigentlichen Ersatzneubau der Straßenbrücke über die Anlagen der DB AG beinhaltet das Gesamtvorhaben den anliegenden Straßenbau, den Umbau der Oberleitungsanlage sowie den notwendigen Ausbau der Umleitungsstrecke am Westerhüsener Park.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
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