Mit 89 Starts in die Selbständigkeit insgesamt 100 Arbeitsplätze geschaffen
Ein Jahr ego.-Pilot in der Landeshauptstadt
Magdeburg.
Seit dem 1. September 2004 unterstützt das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit in Sachsen-Anhalt in der Landeshauptstadt Magdeburg sowie in 9 Landkreisen das ego.-PilotenNetzwerk. Damit wird dem Anspruch, für gründungswillige Personen einen regionalen Ansprechpartner für kompetente Beratung und Begleitung zu schaffen, um gut gerüstet in die Selbständigkeit gehen zu können, eine neue Qualität verliehen. In Magdeburg sind seitdem 89 neue Unternehmen gestartet.
Verbunden durch das landesweite und das regionale Netzwerk innerhalb der Existenzgründeroffensive arbeitet der ego.-Pilot im Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit als Beratungsstelle mit folgenden Aufgabenschwerpunkten:
- kundenorientiertes Leitsystem für Erstberatung und Kontaktvermittlung
- Existenzgründervorfeldberatung
- Erarbeitung regionaler Schwerpunkte bei der Unterstützung potentieller Gründerinnen und Gründer
- Gründerbegleitung
- Nachgründungsberatung in Ergänzung bestehender Programme
Der ego-Pilot ist Ansprechpartner für:
- Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Bürger und
Bürgerinnen
- Studentinnen und Studenten sowie Absolventen von Hoch-
schulen und Universitäten
- und alle anderen Gründungswilligen
In dieser Funktion bietet er Hilfe zur Selbsthilfe, um
- den Einstieg in die Selbstständigkeit zu erleichtern
- Risiken abschätzbar zu machen
- fachkundige Beratung zu vermitteln.
Ergebnisse der Arbeit des ego.-Piloten
"Die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen hat für die städtische Wirtschaftsförderung oberste Priorität. 89mal mündete die Betreuung durch den ego.-Piloten in die eigene Existenz", zieht Dr. Klaus Puchta, Beigeordneter für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit Bilanz. "Da diese Jungunternehmer inzwischen weitere elf Arbeitsplätze geschaffen haben, konnten durch den ego.-Piloten 100 Männer und Frauen vor Arbeitslosigkeit bewahrt werden."
In der Zeit vom 1. September 2004 bis zum 31. August 2005 hat der Magdeburger ego.-Pilot
- in mehr als 720 Beratungsstunden 450 potentielle Existenzgründer
beraten
- 89 Existenzgründungen in der Landeshauptstadt begleitet
- in 7 dieser neuen Unternehmen entstanden bereits weitere 11
Arbeitsplätze
- regelmäßige thematische Stammtische für Existenzgründer organisiert und damit den Erfahrungsaustausch befördert
- komplexe Beratungstage mit allen regionalen Netzwerkpartnern in Magdeburg organisiert
Gründungsideen aus Magdeburg
Der Gründer Swen Morche hat mit seinem Kulturcafé am Hasselbachplatz für eine Bereicherung der "Gaststättenlandschaft" in der Landeshauptstadt und auch für eine wesentliche Bereicherung der Kunst- und Kulturszene gesorgt. Im Dezember 2004 gegründet, ist das KUCAf inzwischen zu einer festen Größe im Kulturkalender der Landeshauptstadt geworden. In der gastronomischen Einrichtung reicht das kulturelle Angebot von Lesungen, Liederabenden, Vorträgen, Spontandarbietungen in Gesang und Rezitation bis hin zu Kabarett und Minitheater. Besonderen Zuspruch finden thematische Veranstaltungen, wie z.B. irische, australische oder klassische Abende etc. Das Flair des Cafés wird durch Kooperationsbeziehungen und Vereinbarungen z.B. mit der Volkshochschule Magdeburg, der Hochschule Magdeburg-Stendal, der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, dem Landeszentrum "Spiel & Theater" Sachsen-Anhalt e.V., Kunst- und Kulturvereinen sowie mit dem Sprach- und Kulturzentrum "Unikom" unterstützt. So werden Sprachstammtische, zu denen spezielle, jeweils landestypische Speisen und Getränke angeboten werden oder eine organisierte "Tandembörse für Fremdsprachen" angeboten.
Heike Zimmermann, die jahrelang in einem großen Möbelhaus als Küchenverkäuferin tätig war, feierte am 1. Oktober 2005 ihr einjähriges Jubiläum mit der Boutique "Mode am Hopfengarten".
Mit viel Fleiß, Engagement und mit großer Unterstützung ihrer Familie hat sie sich ihre eigene Existenz geschaffen. In ihrer Boutique, die eingebettet ist in ein kleines Einkaufszentrum, hat sie zielgerichtet ihre Marketingstrategie entwickelt und umgesetzt. Durch eine gut organisierte und breite Öffentlichkeitsarbeit im Wohngebiet und mittlerweile eine gut funktionierende Mund-zu-Mund-Propaganda hat sie es verstanden, sich zu platzieren. In regelmäßigen Abständen organisiert sie nahezu schon professionell für alle Altersklassen, aber auch für unterschiedlichste Einkommensgruppen Modenschauen, die sie dann mit Hilfe von Models aus dem Kundenkreis und der Familie durchführt.
Im dicht besiedelten Wohngebiet um die Schilfbreite stellt ihre Geschäftsidee eine wesentliche Bereicherung der Angebotspalette für die Kunden dar - sie sind froh, dass es nun auch vor der Haustür Modisches gibt, dass man im Wohngebiet - fachmännisch und freundlich beraten - modische Bekleidung und passende Accessoires kaufen kann.
Schwerpunkte der weiteren Tätigkeit
Inzwischen macht das Beispiel Magdeburg Schule: Seit dem 1. September haben zur Stärkung des landesweiten Netzwerkes in den Städten Halle und Dessau sowie in weiteren 10 Landkreisen ebenfalls ego.Piloten ihre Tätigkeit aufgenommen.
Auch Magdeburg will sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. "Durch intensivere Nutzung aller Potenzen der Partner im regionalen Netzwerk sowie eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit wollen wir möglichst viele potentielle Existenzgründer erreichen", nennt Klaus Puchta eine Aufgabe für die nächsten Monate. "Dazu werden wir vor allem die regelmäßigen thematischen Stammtische, die sich für den Erfahrungsaustausch bewährt haben und die komplexen Beratungstage für Existenzgründer ausbauen.
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