Stadtjubiläum Magdeburg 12hundert
Die Highlights der Woche vom 12. bis 20. November
Magdeburg.
1200 Jahre ist es her, dass Magdeburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Wenn das kein Grund zum Feiern ist ...
... und das tut die Stadt ein ganzes Jahr mit rund 250 großen und kleinen Veranstaltungen. Und weil zu einem so runden Jubiläum Gäste gern gesehen sind, laden wir Besucher aus nah und fern ein, mit uns gemeinsam zu feiern. Dies sind die Veranstaltungen der kommenden Woche:
Bis 13. November, Bördelandhalle
German Open Tischtennis
Die Weltelite trifft sich zu den Liebherr German Open, Teil der internationalen Pro-Tour-Serie, in Magdeburg. 300 der weltbesten Spielerinnen und Spieler aus 40 Nationen kämpfen um Titel, Medaillen, Weltranglistenpunkte und Preisgeld. (Wochenend-Tickets ab 22 Euro).
Info: Tischtennis-Verband Sachsen-Anhalt, Tel.: (0345) 5 60 10 75,
www.ttvsa.de.
12. November, 10 Uhr, Altes Rathaus, Rathausdiele 1. Stock
Eröffnung der Ausstellung "Entwicklung des Kleingartenwesens in Magdeburg"
In der Ausstellung "Entwicklung des Kleingartenwesens in Magdeburg" werden vom Verband der Gartenfreunde e.V. und vom Stadtplanungsamt ein Überblick und interessante Einblicke zur Geschichte und Zukunft der Kleingärten gegeben. Eine Präsentation mit Erzeugnissen der Kleingärtner rundet die Ausstellung lebendig ab. Eröffnet wird die Exposition am 12. November um 10 Uhr. Sie ist bis zum 23. November zu sehen.
Info: Verband der Gartenfreunde e.V., Tel.: (0391) 2 54 02 84,
www.gartenfreunde-md.de
12. November, 16 Uhr, Café Amsterdam
12 Streifzüge durch die Magdeburger Literatur und Literaturgeschichte: "Magdeburger Beiträge zum Expressionismus"
"Georg Kaisers Leben Am Horn 15: Eine Spurensuche in Weimar" ist Thema des Vortrags von Roland Bärwinkel, Weimar. Der in Magdeburg geborene Dramatiker Georg Kaiser gilt als ein Hauptvertreter des literarischen Expressionismus. Sein Wirken in der Klassikerstadt Weimar steht im Mittelpunkt des Vortrages.
Info: Literaturhaus e.V., Tel.: (0391) 4 04 49 95, www.literaturhaus.de.md
Vernissage am 12. November, 19.30 Uhr, Fotoareal 12hundert, Regierungsstraße 37e (ehemaliger Intershop)
"Heimatgefühle" - Fotoausstellung von Christiane Rothe und Benjamin Borisch
Am 12. November um 19.30 wird die neue Fotoausstellung "Heimatgefühle" im Fotoareal 12hundert (Regierungsstraße 37e, ehemaliger Intershop) eröffnet. Autoren sind die Künstler Christiane Rothe und Benjamin Borisch.
Christiane Rothe zu ihren Arbeiten: "Seit Sommer 2004 lebe ich in Köln. Ich musste Magdeburg aus beruflichen Gründen verlassen. Nun bin ich Reisender zwischen zwei Welten, zwischen meiner alten und neuen Heimat, die mich durch ihren Charme aber schon gewonnen hat. Doch Magdeburg bleibt wichtig, allein schon durch die lange Zeit, in der ich dort lebte.
Heimat ist für mich vor allem durch Menschen und die gemeinsamen Erlebnisse mit ihnen geprägt. Dies ist nur ein Grund, Porträts zu machen. Das Gefühl, das ich hatte, während ich Menschen porträtierte, war das einer Touristin, die auf der Jagd nach Sehenswürdigkeiten ist. In Magdeburg war ich nur noch zu Besuch, fotografierte Leute, die ich lange kannte. In Köln lebe ich, aber die Leute, die ich hier fotografierte, kenne ich noch längst nicht so gut."
Benjamin Borisch zu seinen Fotos: "Meine Arbeiten beziehen sich auf das industrielle Umfeld von Magdeburg. Es geht nicht um das Dokumentieren von stillgelegten Industriebrachen. Ich fotografiere verfallene und zerstörte Baustruktur: eine alte Halle in Buckau, welche noch nicht der neuen Zeit gewichen ist. Auch die in ihr enthaltenen Gegenstände spielen eine Rolle. Diese gesamte beschädigte Materie steht für mich als Sinnbild. Sie symbolisiert den Lauf der Zeit, genauer Veränderung, vielleicht Umbruch, aber auch Leere. Die in diesem Zusammenhang entstandenen Bilder fügen sich zu einer subjektiven Sicht - die Landschaft auf den Fotografien wird zum Träger innerer Bilder."
Die Arbeiten der Künstler Christiane Rothe und Benjamin Borisch entstehen fast ausschließlich in Schwarz-Weiß. Die grafische Wirkung und die Reduktion auf das Wesentliche stehen dabei im Vordergrund. Die Fotos beider Künstler wirken im Kontext: Die Porträts bilden den Gegensatz zu den menschenentleerten Räumen - Porträt und Landschaft ergänzen einander.
Vernissage am 12. November 2005 um 19.30 Uhr im Fotoareal 12hundert, Magdeburg, Regierungsstraße 37e (ehemaliger Intershop). Zu sehen bis zum 11. Dezember 2005.
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, sonnabends/sonntags von 12 bis 18 Uhr, Eintritt frei.
16. November, 17 Uhr, Fraunhofer IFF, Sandtorstr. 22,
Gastvortrag "Interaktion im OP - neuer Ansatz für Hüftoperationen"
Im Rahmen der Gastvortragsreihe "Virtual Reality - Mensch und Maschine im interaktiven Dialog" im Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung referiert Dr. Martin Haimerl von der BrainLAB AG am 16. November um 17 Uhr zum Thema: "Interaktion im Operationssaal - ein neuer Fluoro-basierter Ansatz für Hüftoperationen".
"Virtual Reality" erobert zunehmend verschiedenste Anwendungsbereiche in Wirtschaft und Wissenschaft. Ob in der Produkt- und Prozessentwicklung in der Luftfahrtindustrie, dem Maschinenbau oder der Automobilindustrie - das Virtual Engineering ist längst zum unverzichtbaren Innovationsfaktor geworden. Auch auf anderen Gebieten, so beispielsweise in der Medizin, eröffnet es neue Dimensionen. Virtuelle Modelle ersetzen zunehmend die physischen Objekte und erlauben auf diese Weise das Trainieren hochkomplizierter Eingriffe oder risikofreies Experimentieren. Das Virtual Engineering bietet vielfältige und neuartige Möglichkeiten der Interaktion von Anwendern in und mit den Objekten einer computergenerierten 3-D-Welt, die sich mit verschiedenen Sinnen erfahren lässt.
Besucher sind herzlich eingeladen, an diesem Vortrag am 16. November sowie den folgenden drei Vorlesungen im Fraunhofer IFF teilzunehmen. (Beginn jeweils 17 Uhr, Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.)
Info: Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Sandtorstr. 22, 39106 Magdeburg; Tel.: (0391) 4 09 04 46,
www.iff.fraunhofer.de sowie www.vdtc.de
e-Mail: presse-vdtc@iff.fraunhofer.de
16.11.05, 17.00 Uhr, Stadtarchiv
Das Stadtarchiv lädt ein
Öffentliche Führung mit Präsentation von Archivalien. Begrenzte Teilnehmerzahl. Vorherige Anmeldung erforderlich, (Eintritt frei)
Info: Stadtarchiv Magdeburg, Tel.: 03 91 / 5 40 27 27,
www.magdeburg.de/stadtarchiv
17.11.05 - 18.11.05, 20.00 Uhr, Kulturfestung Mark
»Der König kommt um zwölf" - Musical Report
Der Komponist, Librettist und Musiker Friedhelm Ruschak brachte zum Stadtjubiläum seine dritte Musical-Schöpfung die Bühne: »Der König kommt um 12 historische Persönlichkeiten, wie Kaiser Otto der Große, Kaiserin Editha, Till Eulenspiegel, General Friedrich Wilhelm von Steuben und Otto von Guericke drehen sich im Zeitreigen der 12 Jahrhunderte.
Info: Friedhelm Ruschak, Tel.: (03 91) 7 33 73, E-Mail: friedhelm@ruschak.de
18.11.05, 22.00 Uhr
Der Dom bei Nacht - Taschenlampenführungen durch die dunkle Kathedrale
Info: Evangelische Domgemeinde, Tel.: (03 91) 5 43 31 31,
www.magdeburgerdom.de
19.11.05, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Domplatz Ecke Möllenvogteigarten
Die Verleihung der Silberplakette der Bundesdenkmalstiftung im Jahre 2002 für die "liebevolle Sanierung historischer Bauten" in Magdeburg. Was verbirgt sich dahinter?
In der Hegelstraße, der Sternstraße und dem Hasselbachplatz erleben die Teilnehmer der Führung zahlreiche gut erhaltene Hauseingänge und Treppenhäuser mit zum Teil aufwändiger historischer Wandbemalung.
Info: Tourist-Information Magdeburg Tel.: (03 91) 5 40 49 01,
www.magdeburg-tourist.de
Laufende Ausstellungen:
Bis 18. November im Dom
Wanderausstellung "Schaufenster Archäologie - städtebaulicher Denkmalschutz"
Das Hauptthema der Ausstellung bildet die aktuelle archäologische Forschung und ihre Methoden am Beispiel der südlichen Altstadt und des Domplatzes von Magdeburg. Außerdem zeigt sie den Zusammenhang zwischen Archäologie und Denkmalpflege bzw. Stadtsanierung sowie - im dritten Teil - die jüngsten archäologischen Erkenntnisse über das mittelalterliche Magdeburg. (Eintritt frei)
Info: Stadtplanungsamt Magdeburg, Tel.: (03 91) 5 40 54 24,
www.magdeburg.de/stadtplanung
Bis 30. November, Stadtbibliothek
Ausstellung "Rückkehr ins Leben" - Skizzen von Nachum Bandel (Israel)
Bis 30. November 2005 wird in der Stadtbibliothek Magdeburg die Ausstellung "Rückkehr ins Leben" des israelischen Künstlers Nachum Bandel gezeigt. Seine Bilder reflektieren die Erfahrung von Unmenschlichkeit, u. a. auch in Magdeburg, als rassistisch verfolgter jüdischer KZ-Häftling. (Ausstellung geöffnet Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, sonnabends von 10 bis 13 Uhr; Eintritt frei)
Info: Stadtbibliothek, Tel.: (03 91) 5 40 48 16,
www.stadtbibliothek.magdeburg.de
Bis 30. Dezember im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen
"Faszination Kunst" mit Brueghel, Holbein und Cranach
Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen zeigt bis Ende des Jahres die Ausstellung "Faszination Kunst" mit Schätzen aus den Kunstmuseen Sachsen-Anhalts. Vertreten sind Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart mit Meistern wie Marcel Breuer, Pieter Brueghel d.J., Lucas Cranach d.Ä., Lyonel Feininger, Caspar David Friedrich, Hans Holbein d.Ä., Wilhelm Lehmbruck, El Lissitzky und Max Pechstein. Die Kunstwerke stammen aus der Stiftung Moritzburg in Halle, der Anhaltischen Gemäldegalerie und der Stiftung Bauhaus in Dessau sowie den Magdeburger Museen.
Bis 31. Dezember, Flurgalerie des Büro- und Tagungscenters Magdeburg
Fotoausstellung: "Magdeburg - eine Stadt in der Veränderung"
Themen der Exposition des Arbeitskreises Fotografie sind u. a. Magdeburg von Gotik bis Moderne, die Johanniskirche als Magdeburgs älteste Stadtkirche (Fotoreportage), Magdeburger Denkmäler und Skulpturen sowie die Magdeburger in ihrer Stadt. Zu sehen in der Flurgalerie des Büro- und Tagungscenters in der Rogätzer Str. 8; geöffnet Mo.-So. von 10 bis 19 Uhr. Eintritt frei.
Info: Arbeitskreis Fotografie, Tel.: (0391) 7 39 28 05
Bis 6. Januar 2006, Forum Gestaltung, Brandenburger Straße 9/10
Erlebnisausstellung "Zeitreise" - 300 Jahre Puppenspiel in Magdeburg
Das Magdeburger Puppentheater gehört zu den führenden deutschen Ensembletheatern seines Genres. Nun zeigt es vom 5. November bis 31. Dezember unter dem Titel "Zeitreise" die erste umfassende Ausstellung zu 300 Jahren regionaler Puppentheatergeschichte. Urkundlich wurde Puppenspiel in Magdeburg erstmals 1716 in einem Edikt des Königs Friedrich Wilhelm I. von Preußen erwähnt. Der König - eine Soldatennatur von großer Sparsamkeit - ließ zwar Berlin ausbauen (u. a. Gründung der Charité) und pflichtgetreue Beamte erziehen, verbot aber Puppenspielvorstellungen. Puppenspieler sah er als "marodierenden Mob".
Dennoch entwickelte sich in Magdeburg die Kunstform: Dafür stehen die Schichtl-Puppenspielerdynastie (ab 1823 spielte sie auf der Magdeburger Dommesse) wie auch die deutsche Theaterausstellung von 1927, die dem Genre zu künstlerischer Anerkennung verhalf und der UNIMA, der Weltvereinigung der Puppenspieler, den Weg bereitete.
In der Erlebnisausstellung im Forum Gestaltung in der Brandenburger Straße 9/10 sind nicht nur die Schätze der Magdeburger Puppentheaters zu sehen, sondern auch wichtige Leihgaben aus Museen und Sammlungen aus Brandenburg, Dresden, Dresden, Halle, Lübeck, Magdeburg, Schwerin sowie namhaften Privatsammlungen wie der des Magdeburgers Johannes Richter.
Jeweils donnerstags um 15 Uhr in der Ausstellung spielt das Puppentheater Vorstellungen für die ganze Familie. Puppenbauer geben Einblick in ihre Arbeit, und auch die Besucher können beim Schaffen eines "Zauberberges" selbst gestaltend aktiv werden.
Öffnungszeiten: mittwochs bis freitags: 9 bis 17 Uhr, sonnabends/sonntags 11 bis 17 Uhr. Eintritt: Ausstellung 2 Euro, Vorstellung 4 Euro
Info: Puppentheater Magdeburg, Tel.: 03 91 / 5 40 33 10, www.puppentheater-magdeburg.de
Kulturhistorisches Museum
Neue Dauerausstellung "Magdeburg - von den Anfängen bis heute"
"Magdeburg - von den Anfängen bis heute" heißt die neue Dauerausstellung im Kulturhistorischen Museum. Es ist eine vielfältige Promenade durch die Stadtgeschichte. Zum 12hundert-Stadtjubiläum spannte die Sonderausstellung "Magdeburg 1200" des Kulturhistorischen Museums vom 7. Mai bis 4. September den großen geschichtlichen Bogen von der karolingischen Grenzfestung bis zur heutigen Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Darauf gab es deutschlandweit ein anerkennendes Historiker- und Medienecho, das Inhalt und Gestaltung der Sonderschau würdigte. Kostbare Leihgaben aus namhaften europäischen Museen und Sammlungen unterstrichen Magdeburgs Verbindungen zur europäischen Kultur- und Herrschaftsgeschichte. Nach Ende der Sonderausstellung mussten diese Exponate an die Leihgeber zurückgegeben werden.
Anfang Oktober eröffnete das Museum seine Dauerausstellung "Magdeburg - von den Anfängen bis heute". Für die Dauerausstellung wurden die Leihgaben ersetzt durch Kunstwerke und Zeitzeugnisse aus den reichhaltigen eigenen Sammlungen des Hauses. Wie in der großen Sonderausstellung spiegelt die Inszenierung mit ihren Fassadenbildern auch den architektonischen Wandel der Stadt wider. Und wie bisher folgt der rote Faden der Ausstellungserzählung auf 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche den Wandlungen und Häutungen der Stadt. Sie war einst in der Zeit Kaiser Ottos des Großen europäisches Herrschaftszentrum. Im Dreißigjährigen Krieg opferte sie sich hin für ein kämpferisches Luthertum. Als preußische Festung und ab dem 19. Jahrhundert als Industriestadt kam Magdeburg zu neuer Blüte. In den letzten Kapiteln erinnern die Objekte den Flaneur durch die Ausstellung an die Zerstörung Magdeburgs 1945, an den Wiederaufbau unter den Bedingungen der DDR und an die neue Rolle als Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei.
Info: Kulturhistorisches Museum, Otto-von-Guericke Straße 68-73, (0391) 5 40 35 01; www.khm-magdeburg.de
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