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„Venezia ist eine Frau“

Borken - 28. November 2005. „Venezia ist eine Frau“. Auf die Spuren nicht erwähnter oder vergessener Frauen Venedigs, vom Mittelalter bis zur Neuzeit, begaben sich 20 Frauen auf Einladung der Gleichstellungsstelle der Stadt Borken und des DRK-Bildungswerkes Borken.

Die Organisatorinnen Anna Grütering-Woeste und Ulla Langer hatten zu einer 4-tägigen Frauen-Studienfahrt nach Venedig eingeladen, die den Teilnehmerinnen das Leben und Wirken von Frauen vom Mittelalter bis hin zur Zeit der Industrialisierung und des Faschismus näher brachte. Die Historikerin Nadja Bennwitz aus Nürnberg, ausgewiesene Venedigkennerin, gab einen Überblick zur Frauenkunst-, Musik-, Kirchen- und Sozialgeschichte von Frauen Venedigs aus verschiedenen Epochen. „Es war eine außergewöhnliche Reise,“ so die Veranstalterinnen, denn abseits von Markusplatz, Dogenpalast, Canale Grande und Rialtobrücke, begab sich die Reisegruppe auf die Spuren von Frauen, die Venedigs Geschichte nicht unwesentlich prägten, aber so nicht in der Geschichte Venedigs erwähnt werden.

Da gab es Mädchenkonservatorien, die Vivaldis Musik spielten, Portraitmalerinnen mit unbestechlicher Maltechnik, die ihre Kunst an Schülerinnen weitergaben, Frauenklöster, wo all die Frauen lebten, denen ein weltliches Leben verwehrt war. Der Besuch eines Kammerkonzertes, die Besichtigung frauengeschichtlicher Orte, wie Klöster und Kirchen, sowie Spaziergänge, vorbei an Wirkungsstätten von Frauen, machten die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Am letzten Tag beschäftigten sich die Reiseteilnehmerinnen mit der Errichtung des ehemaligen jüdischen Ghettos in Venedig, sowie mit der Rolle der Partisaninnen im faschistischen Widerstand und dem Aufstand der Glasperlenzieherinnen, die um gleichberechtigte Arbeitsbedingungen kämpften.

Typisch für Venedig wurden alle Wege, durch Gassen und über unzählige Brücken, entlang alter Paläste und tiefblauer Lagunen, bei strahlendem Sonnenschein, per Boot oder zu Fuß erledigt. Venedig, eine Stadt für Frauen, die verzaubert und durch ihre Frauengeschichte, die längst nicht aufgearbeitet ist, fasziniert und den Teilnehmerinnen neue Blickwinkel auf die Stadt der Liebe aufzeigte. Den Abschluss bildete das Fest der Gesundheit in und um die Kirche „Santa Maria de la Salute. Das Fest gilt als das „venezianische, aller venezianischen Feste, mit Kerzenglimmer, Jahrmarkt und viel Trubel. Den Rückweg traten die Frauen vom Flughafen „Marco Polo“ aus an.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de

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Frauenfahrt nach Venedig 1



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Frauenfahrt nach Venedig 2



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Frauenfahrt nach Venedig 3



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