Vier Kindergartengruppen schließen im Sommer 2006

06.12.2005 | Herten

Gleichzeitiger Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren

Die geringen Geburtenraten der letzten Jahre haben Konsequenzen. In Herten werden jährlich weniger Kindergartenplätze benötigt. Die Trägervielfalt soll jedoch erhalten bleiben.

Deshalb haben sich die Stadt Herten, die katholische und evangelische Kirche und die Arbeiterwohlfahrt an einen Tisch gesetzt und auch für das Kindergartenjahr 2006/2007 gemeinsam festgelegt, in welchen Einrichtungen Gruppen geschlossen werden sollen.

Betroffen sind zum 1. August 2006 der Kindergarten Ringstraße in Westerholt, in dem eine der drei Gruppen geschlossen werden muss. Die katholische Kirche wird je eine Gruppe im Kindergarten St. Maria Heimsuchung und im Kindergarten St. Antonius Haempenkamp schließen. Eine Gruppe muss die evangelische Kirche im Kindergarten Gertrudenau zurückbauen. „Das wird aber kein Problem sein, da wir in dieser Einrichtung trotzdem zum neuen Kindergartenjahr noch sechs Kinder aufnehmen können“, sagt Pfarrerin Renate Leichsenring.

„Wir werden auch in Zukunft das Motto beachten „Kurze Beine, kurze Wege“. Eltern sollen die Chance haben, dass ihr Kind auch in dem Ortsteil in den Kindergarten gehen kann, in dem es wohnt“, sagt Bürgermeister Dr. Uli Paetzel. Wichtig ist ihm, dass parallel zum Rückbau der Kindergartengruppen auch ein Ausbau der Betreuung der Kinder unter drei Jahren stattfindet. „Das Konzept steht und ist vom Rat verabschiedet worden. Es hat Perspektive“, ergänzt Fachbereichsleiterin Elke Münich. Immerhin: 1,2 Millionen Euro nimmt die Stadt Herten dafür in die Hand.

Eltern, die bereits ein Kind in einer der von der Gruppenschließung betroffenen Einrichtung haben, brauchen sich nicht zu sorgen: „Wir haben intensive Gespräche mit den Eltern im Kindergarten Ringstraße geführt. Geschwisterkinder werden auch im nächsten Jahr in den gleichen Kindergarten gehen können. Die Gruppengrößen werden dafür ein Jahr lang erhöht, so dass knapp 30 Kinder in einer Gruppe sein werden“, erklärt der Bürgermeister.

„Wir werden es ebenso handhaben. Schließlich möchten wir den Eltern nicht zumuten, quer durch die Stadt zu fahren, um die Kinder zum Kindergarten zu bringen“, sagt Norbert Mertens für die katholische Kirche.

Die Arbeiterwohlfahrt bleibt nach aktuellem Stand der Dinge im kommenden Kindergartenjahr von einer Gruppenschließung verschont. „Erst ein Jahr später sind wir auch an der Reihe. Wir werden uns an die Absprache halten“, sagt AWO-Geschäftsführer Ernst Cluse. Die Verabredung der vier Träger von Kindergärten sieht vor, dass entsprechend der bisherigen Verteilung die katholische Kirche sechs, die evangelische Kirche, die Stadt Herten und die AWO jeweils zwei Gruppen schließen.

Pressekontakt: Pressestelle, Svenja Küchmeister, Telefon: 02366-303227, eMail: s.kuechmeister@herten.de