Neujahrsgrüße des Bürgermeisters der Stadt Herten
27.12.2005 | Herten
"Wir haben in 2005 große Aufgaben bewältigt"
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
das Jahr 2005 neigt sich dem Ende zu. Das möchte ich zum Anlass nehmen, kurz zurückzublicken auf die Ereignisse des hinter uns liegenden Jahres, aber auch auf die vor uns liegenden Aufgaben zu schauen.
2005 war ein ereignisreiches Jahr: beispielhaft will ich nur die Zerstörungen durch die Wirbelstürme in Mittel- und Nordamerika und die Unruhen in unserem westlichen Nachbarland Frankreich nennen, die auch unsere Partnerstadt Arras nicht verschont haben.
Die schreckliche Tsunami-Katastrophe in Südostasien zum letzten Jahreswechsel löste auch in der Hertener Bevölkerung eine große Solidarität und Spendenbereitschaft aus. Die politischen Verhältnisse in unserem Land wurden durch die Landtags- und die vorgezogenen Bundestagswahlen maßgeblich verändert.
Auch wir in Herten standen vor großen Aufgaben:
- Die Eröffnung der Rathausgalerien und die Umgestaltung des Otto-Wels-Platzes führten zu einer spürbaren Aufwertung und Belebung der Innenstadt.
- Die Hertener Software-Schmiede PROSOZ, ein Tochterunternehmen der Stadt, befand sich in einer schweren Krise, die dank enormer Anstrengungen aller Beteiligten gemeistert werden konnte.
- Die Betreuung der unter Dreijährigen wurde so auf den Weg gebracht, dass sich die Zahl der Betreuungsplätze in den nächsten Jahren mehr als verdreifachen wird.
- Das lokale Bündnis für Ausbildung wurde 2005 ins Leben gerufen, um dringend benötigte zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche zu schaffen. Erste Erfolge konnten bereits erzielt werden.
- Durch die Ansiedlung der High-Tech-Firma ISRA AG mit rund 100 Arbeitsplätzen nimmt die Erschließung des Ewaldgeländes im Hertener Süden weiter konkrete Formen an.
- Auf der Integrationskonferenz im November wurden erste Meilensteine für ein verbessertes Zusammenleben der Menschen in Herten gesetzt.
- Herten-Süd wird im Rahmen des Städtebauprojekts „Stadtumbau West“ ein neues Gesicht erhalten.
- Gespräche mit unserer Nachbarstadt Recklinghausen über eine interkommunale Zusammenarbeit lassen für beide Seiten positive Ergebnisse erhoffen.
An diesen bedeutenden Themen gilt es auch in 2006 weiterzuarbeiten. Unsere Arbeit ist darauf angelegt, Herten im Dialog mit seinen Bürgerinnen und Bürgern auch langfristig lebens- und liebenswert zu erhalten. Viel Arbeit liegt noch vor uns!
2006 stehen außerdem wichtige Ereignisse an: die Fußball-Weltmeisterschaft wird zahlreiche Menschen aus dem In- und Ausland in unsere Region locken. Wir wollen gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern und den Gästen dieses Ereignis gebührend begehen.
Im Jahr 2006 hat Herten siebzig Jahre Stadtrechte. Dies ist ein Grund, mit vielen kleinen Aktionen und Veranstaltungen auf die Entwicklung Hertens hinzuweisen und uns an Geschichte und Geschichtchen zu erinnern.
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
Herten ist und bleibt eine vitale und liebenswerte Stadt. Dies liegt insbesondere an der guten ehrenamtlichen Arbeit der Vereine und Verbände, die sich auf sozialem, kulturellem oder sportlichem Gebiet engagieren. Von Problemen und der schlechten Finanzlage lassen wir uns nicht unterkriegen. Sie mit Solidarität und Bürgersinn anzugehen, ist eine Aufgabe, die sich uns allen stellt.
Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit einer Portion Optimismus auch die vor uns liegenden Herausforderungen des Jahres 2006 und der kommenden Jahre bewältigen können.
Ihnen und Ihren Angehörigen und Freunden wünsche ich ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2006.
Dr. Uli Paetzel
Pressekontakt: Pressestelle, Svenja Küchmeister, Telefon: 02366-303227, eMail: s.kuechmeister@herten.de



