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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 02.01.2006


Führungen im Stadtmuseum und in der Städtischen Galerie

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Iserlohn. Das neue Jahr startet mit zwei öffentlichen Ausstellungs-Führungen.

Die erste findet bereits am Donnerstag dieser Woche, 5. Januar, um 17.00 Uhr im Rahmen der aktuellen Ausstellung “Iserlohner Tabaksdosen” statt, die noch bis zum 8. Januar im Iserlohner Stadtmuseum am Fritz-Kühn-Platz zu sehen ist.

Am Donnerstag, 12. Januar, um 17.00 Uhr lädt die Städtische Galerie Iserlohn,Theodor-Heuss-Ring 24, zu einer Führung durch die Ausstellung “Thomas Wrede - Strange Paradise” ein.

Thomas Wredes komplexe fotografische Arbeiten erstaunen, amüsieren, irritieren und provozieren den Betrachter zugleich. Er konfrontiert mit vertrauten und doch gleichzeitig irgendwie anders- und fremdartigen “Landschaftsbildern”: In der Serie “Magic Worlds”, die gespenstisch menschenleere Freizeitparks abbildet, führt er künstliche “Ideal”-Landschaften mit vermeintlich realen Landschaften zusammen. Der Betrachter wird im öffentlichen Raum mit seiner eigenen “konstruierten Realität” konfrontiert. Wrede entlarvt die Künstlichkeit und überführt sie in die Absurdität. Er erhielt für diese Serie zahlreiche Preise.

In der Serie “Small Worlds” arbeitet Wrede mit verschiedenen Schärfepunkten und -zonen. Riesige Schiffe und Lastwagen wirken dadurch wie Spielzeugmodelle. Nahezu das Gegenteil bewirken seine Aufnahmen in der Serie “Real Worlds”, wo er mit Hilfe kleiner Gebäudemodelle aus Kunststoff gespenstisch bedrohliche Katastrophenszenarien kreiert. Die Serie “Seascapes” dokumentiert “normale” Strandlandschaften, doch ebenfalls dermaßen subtil verfremdet, dass sich beim Betrachter oft ein seltsam unbehagliches Gefühl und die Frage nach Realität und Illusion einstellt.

Wredes Arbeiten beschäftigen sich mit den verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung und mit Assoziationen wie dem Bild im Bilde oder der vermeintlichen Realität im Gegensatz zu einer kreierten Künstlichkeit. Wrede hinterfragt die Vorstellung vom eigenen Maß und Standpunkt, unsere Idee der Landschaft und ihrer Abbildung.

Thomas Wrede, 1963 in Iserlohn geboren, lebt heute in Münster. Er ist einer der international erfolgreichsten Vertreter der Deutschen Fotografie, vor allem in den Vereinigten Staaten. Wrede erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, unter anderem den Karl-Hofer-Preis der Hochschule der Künste Berlin 1997, den DG Bank Preis 1999 sowie den Fotografiepreis Wiesbaden 2002. Er war auf einer Vielzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Galerien im In- und Ausland vertreten, unter anderem in Münster, Berlin, Wien, Paris, New York, San Francisco und Illinois.

Die Iserlohner Ausstellung wandert weiter unter anderem nach New York, London und Helsinki. Sie wird von der Fa. Dornbracht unterstützt und ist in Iserlohn noch bis zum 22. Januar zu sehen. Ein gleichnamiger Katalog ist in der Galerie erhältlich.

Der Eintritt zu den beiden Führungen ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Um vorherige Anmeldung wird unter Tel. 02371/217-1963 oder -1961 gebeten.



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