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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 20.01.2006
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“Stolpersteine” in Iserlohn In Iserlohn hat Gunter Demnig dreizehn der 10 x 10 x 10 cm großen Betonsteine mit verankerter Messingplatte und eingehämmerter Schrift zum Gedenken an vier jüdische Familien, die von den Nazis deportiert und ermordet wurden, verlegt: Am Alten Rathausplatz, vor “Ihr Platz” vier Steine für die Familie Moosbach, in der Wermingser Straße vor dem Haus Nummer 2 vier Steine für die Familie Gomperts, in der Wermingser Straße vor dem Haus Nummer 15 zwei Steine für die Familie Becker und in der Wermingser Straße vor dem Haus 27 drei Steine für die Familie Waldbaum. Die Auswahl der jüdischen Familien hat der Iserlohner Arbeitskreis Stolpersteine getroffen, der über Monate eng mit Gunter Demnig zusammen gearbeitet hat. Dem Arbeitskreis gehören Vertreter des Jugendschutzes der Stadt Iserlohn, der Evangelischen Akademie Iserlohn sowie Lehrer und Schüler der Gesamtschule Iserlohn, des Gymnasiums An der Stenner, der Realschule am Hemberg und der Südschule an. Im Anschluss an das Verlegen der Steine stellten die Mitglieder des Arbeitskreises ihre Recherchen im Rahmen des Projektes Stolpersteine im Foyer des Rathauses am Schillerplatz vor. In seiner Begrüßung erklärte Bürgermeister Klaus Müller unter anderem: “Die Vergangenheit lässt sich nachträglich nicht ändern. Die schrecklichen Ereignisse des Naziterrors, die unendliches Leid über die Menschen gebracht haben, lassen sich nicht ungeschehen machen. Wir dürfen aber vor dieser Vergangenheit, dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, nicht die Augen verschließen. Nur wenn wir uns der Unmenschlichkeit des Naziregimes erinnern und uns mit diesem Kapitel unserer Geschichte bewusst auseinander setzen, können wir Voraussetzungen für eine Bewältigung der Vergangenheit schaffen.” Klaus Müller dankte ausdrücklich allen, die an den Iserlohner “Stolpersteinen” beteiligt sind, und wies abschließend darauf hin, dass sie die konsequente Fortsetzung des Projektes "Ein temporäres Denkmal zur Erinnerung an jüdisches Leben in Iserlohn", das im August 2000 von Paul Spiegel, dem Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, auf dem Alten Rathausplatz eröffnet wurde, seien. Die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Schulen stellten gemeinsam mit dem Gesamtschullehrer Hubert Witte ihre Arbeiten zum Projekt “Stolpersteine” in eindrucksvollen Vorträgen vor. Es wurde deutlich, wie zeitaufwändig und mühsam die Recherchen zu dem Thema oft waren, aber auch wie hilfreich vor allem die Gespräche mit noch lebenden Zeitzeugen ihre Arbeit unterstützt haben. Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Recherchen in einer Ausstellung dokumentiert, die noch bis zum 26. Januar im Foyer des Rathauses zu sehen ist. |
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Projekt “Stolpersteine”
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