Kondolenzbuch zu Ehren von Johannes Rau im Foyer des Alten Rathauses ausgelegt
im Foyer des Alten Rathauses ausgelegt
Magdeburg.
Die Landeshauptstadt Magdeburg hat im Alten Rathaus ein Kondolenzbuch zu Ehren des verstorbenen Altbundespräsidenten Johannes Rau ausgelegt.
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper war der Erste, der sich heute am frühen Nachmittag in das Kondolenzbuch eintrug. Er würdigte des Bundespräsidenten a.D. als einen Politiker, der sich auch als Bundespräsident für die Grundanliegen der kommunalen Selbstverwaltung eingesetzt hat:
"Die innere Einheit Deutschlands zu befördern, war dem Altbundespräsidenten ein stetes Bedürfnis. Mit seiner versöhnlichen Art hat Johannes Rau manches beitragen können, dass die Menschen in Deutschland Ost und Deutschland West einander besser verstehen."
Davon zeugt u.a. ein Beitrag für die Magdeburger Volksstimme, in dem Rau am 30. Dez. 2000 u.a. schrieb:
"Reflexe statt Reflexion - so kommen wir nicht weiter... Gewiss wissen die meisten, dass das Leben sich nur in seltenen Fällen mit schwarz und weiß allein darstellen lässt. Aber Vorurteile und Ressentiments drohen sich festzusetzen, wenn wir ihnen nicht öffentlich widersprechen. Es ist wichtig, dass die Ostdeutschen und die Westdeutschen den gefährlichen Mechanismus der Vorurteile und gegenseitigen Vorwürfe durchschauen, wenn sie ihm endlich entgehen wollen."
Johannes Rau hatte Magdeburg im Juni 2000 besucht und das Weltpuppentheaterfestival UNIMA 2000 eröffnet. Bei seinem Besuch trug sich der damalige Bundespräsident auch in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.
Das Kondolenzbuch zu Ehren des verstorbenen Altbundespräsidenten liegt ab sofort während der Öffnungszeiten des Alten Rathauses im Foyer öffentlich aus.
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