Trauer um Johannes Rau
30.01.2006 | Herten
Ein Freund Hertens
Wir trauern um Johannes Rau – einen Freund Hertens
Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tode Johannes Raus erfahren. Wir trauern um einen vorbildlichen Menschen, dessen Leben und Wirken stets im Zeichen des Gemeinsinns und der Verständigung gestanden hat. Mit Johannes Rau haben Nordrhein-Westfalen und Deutschland eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren.
In seinen vielfältigen politischen Ämtern hat Johannes Rau Brücken gebaut: unermüdlich, pflichtbewusst und mutig. Johannes Rau war ein Mann des Wortes. Ihm wurde zugehört. Aber er hat auch den Menschen zugehört. Deshalb genoss er ein besonders hohes Maß an Vertrauen und Zuneigung. Johannes Rau hat zusammengeführt. Er hat unser Land und die SPD, der er seit 1957 angehörte, nachhaltig geprägt.
Über alle Parteigrenzen hinweg hat sich Johannes Rau hohen Respekt erworben. Er hat unsere Gesellschaft nach innen und nach außen gestärkt. In besonderem Maße setzte er sich für die junge Generation und deren Chancen ein. Unvergessen ist sein Einsatz für die Integration ausländischer Mitbürger.
Auch in Herten hinterließ Johannes Rau seine Spuren. Johannes Rau hat für Herten stets ein offenes Ohr gehabt, viele Projekte aktiv gefördert und begleitet. Erinnert sei u.a. an eine Vielzahl von Dingen:
- die Renovierung und Öffnung des Schlosses und des Schlossparks,
- die Umsiedlung der Hoheward Siedlung,
- das Anlegen des Backumer Tals/CopaCaBackum,
- die Renovierung des Alten Dorfes in Westerholt
- den Bau des Glashauses.
Als Landesvater hat er in unserer Stadt viele Projekte initiiert und begleitet. Wir verlieren einen Freund Hertens.
Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten in dieser schweren Stunde seiner Familie.
Dr. Uli Paetzel Bürgermeister



