Sicherheit in Herten unter die Lupe genommen

31.01.2006 | Herten

Arbeitsgruppe stellt Ergebnisse vor

„Sicherheit in Herten“ ist ein wichtiges Thema für die Stadtverwaltung. Deshalb hat eine Arbeitsgruppe von Ordnungsamt und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gelsenkirchen zu diesem Thema einen ausführlichen Bericht vorgelegt. Dabei ging es um Kinder in der Innenstadt, aber auch um die Themen Sicherheit und subjektives Empfinden.

Bestandsaufnahme, Ziele und Lösungsvorschläge standen für die Gruppe im Mittelpunkt. „In der Vergangenheit hat es immer wieder gemeinsame Aktionen mit der Polizei gegeben. Kurzfristig haben sie Wirkung erzielt, doch langfristig hat es nicht den gewünschten Erfolg gebracht“, erklärt Bernhard Bösing vom Ordnungsamt.

Nun sollen langfristige Lösungen her, um die Zahl der Straftaten in der Innenstadt weiter zu verringern und das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken. Besonders auffällig bei der Untersuchung der Zahlen: Von den 58 Straftaten in der Innenstadt im Jahr 2005 wurden 44 am Wochenende verübt. Die Zahlen der Vorjahre bestätigen dies.

Ein häufig von Geschäftsleuten und Anwohnern angesprochenes Problem war das unzureichende Sicherheitsgefühl der Passanten zur Nachtzeit in der Innenstadt. Dem könne man entgegenwirken, indem beispielsweise die Beleuchtung in der Innenstadt ausgebaut wird, ist dem Bericht zu entnehmen. Außerdem schlagen die Projektteilnehmer vor, dass die Geschäftsleute gemeinsam einen Sicherheitsdienst engagieren, der in den Nachtstunden ein wachsames Auge auf die Innenstadt hat.

Kritisch betrachtet von vielen Bürgern und Geschäftsleuten wird auch das „Herumlungern“ von Kindern und Jugendlichen in der Innenstadt. Dieses Problemfeld ist nicht neu, denn die Kinder, meist zwischen sechs und 14 Jahren, haben keine Freizeitbeschäftigung und sind tagsüber auf sich allein gestellt. Mangelnde Sprachkenntnisse und Armut kommen erschwerend hinzu.

„Dieses Problem ist nicht nur eines der Hertener Innenstadt. Es gilt für die meisten Städte im Ruhrgebiet und darüber hinaus“, weiß Bernhard Bösing. Entgegenwirken könne man dem, indem die Maßnahmen, die bereits an Schulen laufen, weiter ausbaue, so der Bericht. Eine Betreuung bei Hausaufgaben und beispielsweise ein Jugendcafé könnten für eine Verbesserung der Situation sorgen. Ebenfalls wichtig sei die mehrsprachige Kontaktaufnahme zu den Eltern.

„Wir haben aus dem Projekt wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Nun müssen wir prüfen, welche Vorschläge sich umsetzen lassen und wie wir sie finanzieren können“, sagt Bernhard Bösing.

Pressekontakt: Pressestelle, Svenja Küchmeister, Telefon: 02366-303227, eMail: s.kuechmeister@herten.de