Jahresbericht 2005 der vier Schiedsamtsbezirke der Stadt Herten liegt vor
04.02.2006 | Herten
Schiedspersonen hatten viel zu tun
Im Jahr 2005 wurden insgesamt 56 Anträge im Straf- und Zivilrecht auf Durchführung einer Schlichtungsverhandlung gestellt. In den 52 durchgeführten Verhandlungen, in denen auch Rechtsbeistände mitwirkten, wurde in 41 Fällen mit den Parteien eine Einigung erzielt.
Das beinhaltet eine Vergleichsquote von 79%, die auch dieses Mal wieder weit über dem Bundesdurchschnitt von 51% liegt.
Außerdem überwogen die nachbarrechtlichen Zivilstreitigkeiten. In 35 durchgeführten Verhandlungen wurde u.a. über Mietstreitigkeiten, ruhestörender Lärm, Baum – Heckenüberstände und Geldforderungen verhandelt. Weiterhin sind 26 Streitfälle im Vorfeld ohne Verhandlung geschlichtet worden. Bei den 19 durchgeführten Privatklagen waren Beleidigungen, Sachbeschädigungen und Bedrohungen, Gegenstand der Verhandlungen.
In Zusammenarbeit mit dem Amtsgericht Recklinghausen, der Polizei, der Stadtverwaltung, den politischen Parteien und der Presse, ist das Schiedsamt den Bürgern teilweise bekannt geworden. Es besteht aber weiterhin Informationsbedarf den einfachen und kostensparenden Weg (30 bis 50€) einer rechtsverbindlichen Streitschlichtung aufzuzeigen.
Bei den Verhandlungen haben die Schiedspersonen immer wieder feststellen können, dass die Bereitschaft bei den Bürgern vorhanden ist, sich einvernehmlich zu vergleichen. Über dieses Resultat zeigte sich Pressesprecherin Nele Däubler erfreut: "Das Schiedsamt hat in unserer Gesellschaft seinen Platz gefunden und stärkt den nachbarschaftlichen Frieden in unseren Städten."
Pressekontakt: Pressestelle, Benedikt Hahn, Telefon: 02366 - 303180, eMail: ben.hahn@herten.de



