„Ab in die Mitte – Fördergelder“ in diesem Jahr leider nicht für Herten

07.02.2006 | Herten

Jetzt Zusammenarbeit mit lokalen Partnern angestrebt

Die Stadt Herten hatte sich mit einem umfangreichen Konzept beim Wettbewerb zur „City-Offensive NRW" beworben. Bei der Preisverleihung am Montagabend ging Herten im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen jedoch leider leer aus. Denn die Konkurrenz war groß: 61 Städte und Gemeinden hatten am Wettbewerb teilgenommen. 18 Projekte erhielten die Zusage für eine finanzielle Förderung in der Größenordnung von ca. 20.000 bis 75.000 €, die das Land NRW und Sponsoren aufbringen.

Es sei zwar bedauerlich, dass die hilfreiche Finanzspritze für die City-Offensive in diesem Jahr nicht nach Herten fließen wird, so die Initiatoren der Bewerbung. Enttäuschung mache sich in Herten aber nicht breit.

 

Bernd Uppena vom städtischen Kulturbüro: "Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, glauben an unser Konzept und wollen in Zusammenarbeit mit den verschiedenen lokalen Partnern versuchen einzelne Programmbestandteile des Förderantrags auch ohne finanzielle Hilfe des Landes zu verwirklichen. Da sind wir uns mit Frau Palicki von der Kaufmannschaft einig. Denn dafür war auch bisherige die Zusammenarbeit mit unseren Partnern ‚Lebendiges Herten’ sowie Verkehrsverein Herten viel zu fruchtbar. "

 

Das Hertener Konzept besteht aus fünf Bausteinen. Unter dem Arbeitstitel "Allet wat rollt" sollte die gesamte Innenstadt zu einer Messe der Mobilität werden. Zum Stichwort  "Gesundes Herten - Der Gesundmarkt" sollte in Zusammenarbeit mit den in Herten ansässigen „Fachleuten u. Firmen“  die Zukunftsthemen "Wellness und Gesundheit" mit vielfältigen praktischen Möglichkeiten zum Ausprobieren und Mitmachen thematisiert werden. Aus der Weihnachtsaktion des Bürgermeisters (Grüße an Ex-Hertener) erwuchs die Idee, ehemalige Hertenerinnen und Hertener zu einer Stadterkundung einzuladen: "Wir haben anhand zahlreicher Reaktionen  festgestellt, dass viele Ex-Hertener noch tiefe emotionale Bindungen zu ihrer Geburtsstadt haben und hatten uns bei einer gemeinsamen Stadterkundung interessante Impulse erhofft."

 

Ein weiterer Schwerpunkt waren Aktivitäten und Aktionen, um den Hertener Wochenmarkt zu vitalisieren. Als Finale hatten sich die Planer ein lokales Kulturfest ausgedacht. Auf verschiedenen Plätzen in der Innenstadt sollte lokale Kulturgruppen die Möglichkeit erhalten auf thematischen Bühnen (Vokal-Kunst, Pop/Rock, Darstellende Kunst usw.) ihr Können zu präsentieren. Zum Abschluss sollte nach Einbruch der Dunkelheit eine Lichtspur die Innenstadt durchziehen und sich mit der Parkinszenierung „Lichtspuren“ des Theater Anu verbinden, das im letzten Jahr bereits mehr als 2000 ZuschauerInnen begeistert hatte. Leerstehende Geschäftsräume sollten dabei durch ein besonderes  Lichtdesign im „neuen Licht erstrahlen“. Die City-Geschäftsleute hätten hierzu ein stimmungsvolles Moonlight-Shopping anbieten können.

 

Was vom ursprünglich geplanten Programm und in welchem Rahmen auch ohne  finanzielle Förderung verwirklicht werden kann, soll nun in den nächsten Wochen erarbeitet werden. Hierbei werden wiederum örtliche Akteure eingebunden.

 

Pressekontakt: Pressestelle, Nele Däubler (Pressesprecherin), Tel: 02366/303-357, Mail: n.daeubler@herten.de