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Ganztagsgruppen an drei Schulen
Borken - 10. Februar 2006. (wen). Im kommenden Schuljahr wird an der Remigus-, Johann-Walling- und Josefschule eine Ganztagsbetreuung eingerichtet. Dort habe es zwischen 26 und 30 Anmeldungen gegeben, so dass jeweils eine Gruppe vorgesehen ist, teilte Stadtpressesprecher Bernd Kemper mit. An der Cordula-Schule in Gemen hatten sich nur vier Eltern für das Angebot interessiert, so dass dort keine Ganztagsbetreuung eingerichtet wird.
Das Land bezuschusst die Gruppen mit einer Investitionsförderung von 115.000 Euro. Der Anteil der Stadt beträgt dabei zehn Prozent. Das Geld kann für Umbauten, die Erstausstattung oder die Schulhofgestaltung ausgegeben werden. "Kleinere Umbauten sind notwendig. Der größte Anteil wird für die Erstausstattung benötigt", so Kemper.
Den laufenden Betrieb fördert das Land mit 830 Euro pro Kind und Schuljahr. Der Träger schießt weitere 410 Euro hinzu, darin ist bereits der Elternanteil enthalten. Dieser staffelt sich nach dem Einkommen auf und liegt zwischen 0 und 100 Euro. Der Landeserlass lässt auch einen Anteil von 150 Euro zu, davon will die Stadt aber keinen Gebrauch machen. Die Stadt als Träger geht davon aus, dass der durchschnittliche Elternbeitrag bei 30 Euro liegen wird. Dazu kommt für jedes Kind noch das Essensgeld, das zwischen 40 und 50 Euro im Monat liegen soll.
Als Träger haben sich die Caritas, die AWO. DRK, Kreissportbund, evangelische Jugendhilfe und Internationaler Bund angeboten. Jede Gruppe soll von einer Fachkraft mit mindestens Erzieher-Ausbildung geleitet werden " und zwar von 11.15 bis 16.15 Uhr.
Inwieweit auch Lehrer auch in die Betreuung eingebunden werden könnten, stehe noch nicht fest, erklärte Kemper auf Nachfrage. Die Ganztagsbetreuung wird auch während der Ferien aufrechterhalten.
Die Stadt sei bestrebt, ein anspruchsvolles Programm zu entwickeln. Die Verwaltung hatte in diesem Jahr den Weg über die Schulen zu den Eltern gesucht. Diese waren daraufhin offenbar eher bereit, sich dem Thema zu nähern. Im vergangenen Jahr war keine Ganztagsgruppe zustande gekommen. "Die Zeit ist offenbar reif", so Kemper.
Mit dem Programm für die Ganztagsbetreuung werden sich die Mitglieder des Schul- und Jugendauschusses während einer gemeinsamen Sitzung am 21. März beschäftigen. Den Planungen muss dann der Rat am 29. März endgültig zustimmen.
10. Februar 2006, Quelle: Borkener Zeitung
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