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Leverkusen, 16. Februar 2006

Wer schwänzt wann, wieviel: Fachtagung diskutierte Schulverweigerung

  

Vertreterinnen und Vertreter der Schulen, der Jugendhilfe und der Polizei beschäftigten sich am

14. Februar mit den Ursachen von Schulverweigerung, und diskutierten Präventions- und Interventionsmaßnahmen.

 

Eingeladen hatten das Schulamt und der Fachbereich Kinder und Jugend, die zuvor gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Soziologie der Universität zu Köln an drei Stichtagen im November eine Befragung an neun Leverkusener Schulen (vier Haupt-, zwei Gesamt- und drei Förderschulen) durchgeführt hatten. 2.568 Schülerinnen und Schüler aus 109 Schulklassen der Jahrgangsstufen 7 bis 10 lieferten die Datenbasis.

 

Entschuldigt fehlten 10,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler „ganztägig“, 3,3 Prozent fehlten „einzelne Stunden“ und „verspätet“ kamen 2,3 Prozent. Über einen Zeitraum von zwei Wochen waren 0,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler entschuldigt abwesend.

 

Für das unentschuldigte Fehlen ist der Anteil in der Kategorie „Verspätung“ am höchsten. Insgesamt kamen 5,3 Prozent der Schülerinnen und Schüler mindestens einmal zu spät zum Unterricht. 4,4 Prozent fehlten ganze Schultage und 2,5 Prozent einzelne Stunden. Ein  unentschuldigtes Fernbleiben über zwei Wochen wurde bei immerhin 0,7 Prozent festgestellt.

 

Kontrolliert nach der Jahrgangsstufe ist für die unentschuldigte Abwesenheit ganzer Tage eine Zunahme von der 7. (1,5 Prozent) bis zur 9. Jahrgansstufe (6,1 Prozent) zu verzeichnen. In der 10.Klasse fällt der Anteil der Schulschwänzer dann wieder auf 3,6 Prozent ab.

 

Migrationshintergrund spielt bei der Häufigkeit des unentschuldigten Fehlens nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich unerlaubte Verspätungen sind hier stärker zu verzeichnen. Dagegen fehlen Jugendliche, die in ihrer Schullaufbahn eine Klasse wiederholten, deutlich häufiger einen ganzen Tag (6,2 Prozent) und zwei Wochen (2,0 Prozent) als Jugendliche ohne Klassenwiederholung. Schülerinnen und Schüler, die die Schulform gewechselt haben, zeigen höhere Anteile bei den unentschuldigten Verspätungen als solche ohne Schulformwechsel. Unterschieden nach dem Geschlecht besteht keine Differenz zwischen Mädchen und Jungen.

 

 



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