Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 20. Februar 2006

Mammographie-Screening im Kreis Borken ab März

Bundesweites kostenloses Vorsorge-Angebot

Bocholt (pd).

Unter dem Motto „Tu es für dich – Vorsorge vor Ort“ werden im Rahmen einer bundesweiten Aktion Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren zu einem kostenlosen und freiwilligen Mammographie-Screening eingeladen.

Mit Hilfe der Mammographie, einer Röntgenuntersuchung der Brust, können Tumore entdeckt werden, bevor sie überhaupt tastbar sind. Das ermöglicht den Frauen eine günstigere Therapie und bessere Heilungschancen.

Ab dem 7. März erhalten die Frauen aus Bocholt, Rhede und Isselburg von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe eine Einladung zum Screening. Auch ohne Einladung können die Frauen zum Screening kommen, müssen dann aber mit Wartezeiten rechnen.

Im Bocholter St. Agenes-Hospital werden speziell für das Screening-Programm Räumlichkeiten eingerichtet. Ab dem Frühsommer steht für die ländlichen Bereiche auch ein Mamma-Mobil zur Verfügung. Das heißt, die medizinische Technik ist in einem Bus untergebracht, der in die Ortsteile fährt und so den Frauen kurze Wege ermöglicht. Für die Untersuchung steht modernste digitale Technik zur Verfügung.

Alle an dem Programm beteiligten Ärzte und medizinisch-technischen Radiologie-Assistentinnen haben an einem speziellen Trainingsprogramm teilgenommen. Jede Mammographie wird von zwei besonders geschulten Ärzten begutachtet, die jährlich mindestens 5.000 Mammographien beurteilen. Dadurch wird den Frauen eine hohe Diagnosesicherheit garantiert.

Die beteiligten Ärzte gehen davon aus, dass 97 Prozent aller Mammografien unauffällig sein werden. Wird eine Frau von einer ungünstigen Diagnose überrascht, kann sie im St. Agnes-Hospital, wo ein Brustzentrum eingerichtet ist, behandelt werden.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 48.000 Frauen an Brustkrebs. Die meisten Neuerkrankungen treten bei Frauen über 50 Jahren auf. Bei 18.000 Frauen endet die Krankheit tödlich.

Mit Hilfe des bundesweiten Screenings soll die Sterblichkeit um 35 Prozent gesenkt werden.

In Großbritannien, den Niederlanden und Schweden wird das flächendeckende Mammografie-Screening seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt.