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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 28.02.2006


Theaterstück über Gefahren von Chaträumen im Internet

Präventionstheater “Zartbitter” am 17. März in Letmathe will informieren und vorbeugen - Fachtagung für Experten am 16. März in Menden

Iserlohn. Um den sexuellen Missbrauch in den Chaträumen des Internets geht es im Theaterstück, “Click it! - Gute Seiten - Schlechte Seiten” des Präventionstheaters “Zartbitter”, das am Freitag, 17. März, um 10.45 Uhr im Gymnasium Letmathe, Aucheler Straße 6 und 8, aufgeführt wird. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen sechs bis zehn und informiert jugendgerecht über Chancen und Gefahren im Chat. Im Anschluss an die Theater-Aufführung stehen die Schauspieler den Schülerinnen und Schülern für eine Diskussion zur Verfügung.

Das Theaterstück “Click it”! ist eingebunden in eine Fachtagung der Arbeitskreise gegen den sexuellen Missbrauch der Städte Menden, Iserlohn und Hemer, die gemeinsam seit 1998 Präventionsveranstaltungen durchführen. Mit dabei sind das Ressort Soziales, Jugend, Schule, Sport der Stadt Iserlohn, der Fachbereich Jugend und Soziales, Menden, das Jugendamt der Stadt Hemer, die Gleichstellungsstelle der Stadt Menden, das Frauenhaus Iserlohn, Polizei und Opferschutz, die Erziehungsberatungsstelle der Caritas, die Traumaambulanz Iserlohn und die Beratungsstelle/Fachdienste des zfb (Zweckverband für psychologische Beratungen und Hilfen) Iserlohn-Hemer-Menden. Das Projekt wird unterstützt vom Weißen Ring.

Die inzwischen fünfte gemeinsame Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Thema „Ahnungslose Opfer - Missbrauch in den Chaträumen des Internets”. Wiederholt berichtete die Presse in den hiesigen Zeitungen: “Papa of Darkness vergewaltigt 14jährige”, “Gefährlicher Chat - Kind vergewaltigt”. Das Ausmaß der sexuellen Ausbeutung von Mädchen und Jungen im Internet nimmt zu.

Wie geht das vor sich? Kinder und Jugendliche sind fasziniert von Begegnungen in den Chat-Räumen, die außerhalb der elterlichen Kontrolle liegen. In den Chat-Räumen ist es möglich eine andere Identität anzugeben, indem Geschlecht, Alter, Erscheinungsbild, Hobbys, Wohnort frei erfunden werden. Längst haben Missbraucher das Internet als die "ideale Möglichkeit" entdeckt, um mit potentiellen Opfern in Kontakt zu kommen. In Foren, Newsgroups, Chat-Räumen oder per E-mail nehmen Täter Kontakt zu Kindern und Jugendlichen auf, um sie zur Befriedigung ihrer Lust oder ihrer sexuellen Gewalt-Fantasien zu missbrauchen.

Die Täter sind ein Querschnitt unserer Gesellschaft, vom Sozialhilfeempfänger bis zum Akademiker. Sie verfolgen unterschiedliche Ziele: Einige scheint das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen über Sex und/oder der Versand von pornographischem Material zu befriedigen. Andere arbeiten sehr direkt oder auch über Wochen auf ein persönliches Treffen mit einem potentiellen Missbrauchsopfer hin. Auch wird der Chat für die Suche nach "jungen Models" für pornographische Aufnahmen genutzt. Die Folgen für Kinder und Jugendliche können traumatisch sein. Auch wenn der Computer ausgemacht wird, bleibt das Entsetzen über die Gewalt in Bild und Wort.

Eltern, Pädagogen und Kinder sollten sich kundig machen, welche Auswirkungen entstehen können und welche Strategien und Handlungsinitiativen es gibt, um gegenzusteuern. Die ganztägige Tagung mit Theaterstück am 16. März auf der Wilhelmshöhe in Menden befasst sich ausgiebig mit der Thematik und wendet sich an interessierte Fachleute und Multiplikatoren. Die Referenten Ursula Enders und Bernd Eberhardt von der Fachberatungsstelle Zartbitter Köln informieren über Formen der sexuellen Ausbeutung im Chat und deren Folgen und geben Informationen, wie man Minderjährige vor den Gefahren der Internetnutzung schützen kann.

Das in die Fachtagung eingebundene Theaterstück “Click it! - Gute Seiten - Schlechte Seiten” wird neben der Aufführung am 17. März in Letmathe auch am 14. März in der Realschule Hemer gezeigt.

Schulklassen, die sich für die Aufführung im Letmather Gymnasium interessieren, können sich an Beate Prins vom Ressort Soziales, Jugend, Schule, Sport der Stadt Iserlohn wenden, Tel. 02371/217-2175.



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Arbeitskreis gegen sexuellen Missbrauch
Seit 1998 führt der gemeinsame Arbeitskreis gegen den sexuellen Missbrauch der Städte Menden, Hemer und Iserlohn Präventionsveranstaltungen durch.

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